Doskozil fordert eine Spritpreisobergrenze

Die Inflation trifft vor allem Menschen mit geringem Einkommen. Es sei daher wichtig, sie zu unterstützen, sagte der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) dem Ö1-Journal zu Gast. Dem von der Regierung für den Herbst angekündigten Strompreisdeckel steht er allerdings skeptisch gegenüber, weil das Modell so kompliziert umzusetzen sei, dass es einer „Selbständigkeit“ gleichkäme. Stattdessen sei es wichtig, „über eine ganzheitliche Lösung nachzudenken“.

Konkret fordert Doskozil eine vorübergehende Begrenzung der Spritpreise auf 1,50 Euro sowie eine Halbierung der Benzin- und Dieselsteuer. Ich würde akzeptieren, dass dies keinem sozialen Zweck dient und keinen ökologischen Anreiz bietet. “Jetzt über die Wirkung der Richtung zu diskutieren” macht keinen Sinn. Diese würden nur mittelfristig über Anreizsysteme funktionieren, aber „jetzt geht es darum, über die Runden zu kommen“. Der Mineralölindustrie “käme sicherlich ein Eingriff bevor”, sagte Doskozil mit Blick auf die kürzlich vorgelegten Halbjahreszahlen der OMV.

Die derzeitige Stärke der Bundes-SPÖ in den Umfragen ist laut Burgenland-Landeshauptmann auch auf Fehler der türkis-grünen Regierung zurückzuführen. Seiner Meinung nach wäre es jedoch wichtig, dass sich die Partei bei Themen wie dem Mindestlohn stärker definiert. Denn gerade angesichts der Inflation sollte die Politik diejenigen unterstützen, “die es wirklich brauchen”.

Neusiedlersee

Ein echtes Problem im Burgenland ist jedoch der durch die Dürre bedingte Niedrigwasserstand des Neusiedler Sees. Hier will Doskozil auf das „Worst-Case-Szenario“ vorbereitet sein, das heißt, dass sich der See nicht von alleine erholt. Um den See “langfristig zu sichern”, müsse eine Wasserversorgungsleitung gebaut werden. Wie und von wo genau ist unter anderem eine Kostenfrage, die Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *