Bei Staus in Norditalien
Die Schweiz spielt Fussball auf der Autobahn – ein Coup
Vier Schweizer Jugendliche verbrachten die Wartezeit im Stau auf der Autobahn in Norditalien mit Fussballspielen. Einer von ihnen wurde auf dem Standstreifen erfasst und kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Alle vier bekommen Busse.
Vier Schweizer standen am Freitag in Norditalien im Stau, nachdem ein Kühllaster mit Medikamenten Feuer gefangen hatte. Anstatt im Auto zu sitzen, stiegen die Jugendlichen aus und spielten während des Wartens auf der Schulter Fußball.
Doch der Schuss ging nach hinten los: Auch ein anderer Motorradfahrer – ebenfalls aus der Schweiz – wollte mit der Schulter dem Stau ausweichen und traf einen der vier Landsleute. Durch den Aufprall wurde er nach vorne in ein anderes Auto geschleudert. Der Mann musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Zeitung „Resto del Carlino“ am Freitagnachmittag auf der Autobahn A1 an der Grenze zwischen den Provinzen Modena und Reggio Emilia.
Die vier Schweizer wurden wegen ihrer Flucht mit einer Geldstrafe belegt, weil sie ihr Auto stehen ließen und keine Warnweste trugen. Dem Lenker des Autos auf der Schulter wird eine Busse von 400 Euro (umgerechnet knapp 390 Franken) auferlegt, sein Führerausweis eingezogen und er muss sich einer Anzeige wegen Körperverletzung stellen. (SDA/dzc)