EVO für Audient EVO 16-Test
Anderes Audiointerface? Das EVO von Audient EVO 16 hat es in sich und vereinfacht einige der gängigen Abläufe im Studio so sehr, dass Sie sich nicht mehr darum kümmern müssen. Wie das funktioniert, lesen Sie in unserem großen EVO by Audient EVO 16 Test.
Alle Informationen finden Sie hier im EVO by Audient EVO 16 Test.
DELAMAR-Score 4.5
EVO für Audient EVO 16-Test
Alles in Betracht gezogen
Smartes Audio-Interface zum günstigen Preis. Das EVO EVO 16 von Audient überzeugt mit vielen Ein- und Ausgängen und einer hervorragenden Verarbeitung.
am Ende des EVO by Audient EVO 16-Tests
PROFI
- Billiger Preis
- Arbeitsablauf
- Tonqualität
- Viele Ein- und Ausgänge
- SmartGain
GEGEN
- Ohne Software kann es nicht vollständig betrieben werden
- Keine Abtastratenänderung am Gerät selbst
Diesen Weg? Musiker, Musikproduzenten
Straßenpreis: 459,00 Euro
UVP: 499,00 Euro
Was ist?
Das EVO by Audient EVO 16 ist ein 24-In/24-Out-Audio-Interface mit USB-C-Anschluss für PC und Mac. Es verfügt über 8 analoge Mic/Line-Eingänge und 8 analoge Ausgänge. Weitere 16 Ein- und Ausgänge sind über die integrierte optische ADAT-Schnittstelle möglich.
Wordclock, ein Farbbildschirm mit Weitwinkelfunktion und zwei Kopfhörerausgänge gehören ebenso zur Ausstattung wie Smartgain, die automatische Gain-Einstellung für alle acht Kanäle gleichzeitig.
Wie es sich für ein modernes Interface gehört, stellt die Software alle Funktionen, den Mixer und mehr übersichtlich dar und erlaubt vollen Zugriff auf alle Interface-Funktionen.
Das EVO by Audient EVO 16 verzichtet auf Spielereien und konzentriert sich ganz auf die wesentlichen Funktionen eines Audio-Interfaces: analoge Signale bestmöglich in digitale für den Computer umzuwandeln und umgekehrt.
- Es gibt 24 Ein-/Ausgänge
- USB-C-Anschluss für PC und Mac
- 8 analoge Ein-/Ausgänge, erweiterbar über ADAT Optical mit 16 weiteren I/Os
- Stabiles Metallgehäuse
- SmartGain
EVO von Audient EVO 16 Bewertung
Hintergrundwissen
Das Tonstudio-Segment ist dem Publikum nicht fremd. Das 1997 gegründete britische Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, hochwertige Studiotechnik bezahlbar zu machen, ohne dabei auf professionelle Features und gute Verarbeitung verzichten zu müssen.
Das Portfolio von Audient umfasst Audio-Interfaces, Mikrofonvorverstärker, Monitor-Controller und große Studio-Mischpulte. Mit der EVO-Serie von Audio-Interfaces, die unter dem Label EVO by Audient produziert werden, wird diese Idee weitergeführt und ergänzt:
“Wir stellen innovative, einfache Produkte her, die speziell dafür entwickelt wurden, Kreativen das Aufnehmen zu erleichtern.”
Wer bei dieser Aussage an Steve Jobs und Apple denkt, liegt nicht ganz falsch, denn die Grundidee ist identisch.
Schaut man sich das EVO by Audient EVO 16 im Test zum ersten Mal genauer an, fallen einem viele Aspekte ins Auge, die auch Apple ständig verfolgt:
Ein schlichtes und klares, aber elegantes Design, das nicht technisch wirkt und dennoch technologisch auf der Höhe der Zeit oder sogar darüber hinaus ist. Schauen wir also genauer hin.
EVO 16 von außen gesehen
Zunächst fällt das stabile Metallgehäuse auf. Alles ist sauber wiedergegeben und das wohlgeformte Design mit abgerundeten Ecken, Kanten und runden Knöpfen weiß zu gefallen.
Es ist fast zu schade, dieses Interface in ein Rack zu montieren, aber natürlich ist es möglich, wenn Sie die optionalen Rackmount-Halterungen kaufen.
Die Schnittstelle ist nicht ganz 19 Zoll breit, was meiner Meinung nach ein Pluspunkt ist, da viele Taschen und Rucksäcke besser zum Tragen passen.
EVO by Audient EVO 16: Vorderseite
Alle Bedienelemente sind top, nichts wackelt und der Push-Encoder arbeitet auch sehr sauber und die Spindel bewegt sich nicht im Gehäuse. Das lässt auf eine gewisse Langlebigkeit schließen, die selbst bei Produkten recht teurer Hersteller nicht immer ganz gegeben ist.
Auf der Front finde ich zwei kombinierte XLR-Buchsen zum Anschluss von Mikrofonen oder Instrumenten. Acht runde Tasten mit den Bezeichnungen 1-8 bieten direkten Zugriff auf die acht Mic/Line-Kanäle.
Durch Drücken und Halten einer dieser Tasten wird die Mute-Funktion für diesen Kanal aktiviert. Alle Tasten sind beleuchtet.
Lesen Sie auch: Audio Interface Rating Board
Wenn ein Kanal ausgewählt ist, leuchtet die entsprechende Tastennummer dauerhaft. Ist die Mute-Funktion auf diesem Kanal aktiviert, blinkt die Zahl.
Zwei weitere Tasten aktivieren +48 Volt Phantomspeisung für den ausgewählten Kanal oder aktivieren die HiZ-Schaltung, um Instrumente wie Akustikgitarren oder E-Gitarren direkt mit Strom versorgen zu können.
Ein breiterer grüner Knopf, der ein Mikrofon anzeigt, zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Hinter diesem Druckschalter verbirgt sich die Smartgain-Funktion des EVO by Audient EVO 16.
Die Tasten des EVO by Audient EVO 16.
Weitwinkel-Bildschirm und Push-Encoder
Der kleine Bildschirm in Briefmarkengröße liefert trotz seiner geringen Größe alle wesentlichen Informationen in Farbe und Schärfe. Durch eine spezielle Weitwinkelfunktion ist es auch dann gut ablesbar, wenn Sie nicht von vorne auf den Bildschirm blicken.
Der benachbarte Push-Encoder ermöglicht Parameteränderungen und die Navigation durch verschiedene Anzeigeseiten. Der Encoder ist von einem LED-Ring umgeben.
Zusätzlich zeigt das Display den entsprechenden Zahlenwert an. Durch Drücken des Encoders „scrollen“ wir beispielsweise durch die drei Anzeigeseiten der acht analogen und 16 digitalen Eingänge oder bestätigen eine Eingabe.
Der Bildschirm ist aus jedem Blickwinkel gut ablesbar.
Überwachungstaste und -funktion
Rechts neben dem Push-Encoder finden wir zwei Kopfhörerausgänge und zwei zugehörige Taster, die mit 1 und 2 beschriftet sind. Sie funktionieren genau wie die acht Eingangstasten.
Ein kurzer Druck öffnet die entsprechende Bildschirmseite auf dem Bildschirm, ein langer Druck aktiviert die Mute-Funktion. Der mit einem Lautsprecher gekennzeichnete Schalter ist dem Monitorausgang zugeordnet.
Die Funktionstaste hat eine Sonderstellung. Seine Funktion hängt von den Einstellungen ab, die beim ersten Start des Interfaces im Interface selbst oder später im Systemmenü vorgenommen wurden. Sie können wählen zwischen:
- Dämpfung (zur Absenkung des Monitorpegels)
- Alternative Lautsprecher (um ein zweites Lautsprecherpaar auszuwählen)
- Talkback (um das Talkback-Mikrofon zu aktivieren)
- Mono (zur Aktivierung der Mono-Summierung zur Überprüfung der Mono-Kompatibilität)
Rückseite des EVO 16
Beim EVO by Audient EVO 16 Test sehe ich die zusätzlichen sechs Mic/Line-Eingänge und acht Ausgänge im Klinkenformat (6,35 mm TRS symmetrisch) auf der Rückseite.
Hier findet man auch den Anschluss für das Stromkabel, eine BNC-Buchse für den Wordclock-Ausgang, zwei optische ADAT-Ein- und -Ausgänge, sowie die USB-C-Buchse zum Anschluss an den Computer.
Das Interface verfügt über ein internes Netzteil und wird nicht über den USB-Bus mit Strom versorgt; Ich denke, das ist gut.
Viele Probleme mit USB-Schnittstellen, die nur über den USB-Bus mit Strom versorgt werden, entstehen nur durch eine instabile Stromversorgung.
Das eingebaute 20-Watt-Netzteil versorgt das Interface mit genau der Energie, die es für einen einwandfreien und störungsfreien Betrieb benötigt.
EVO von Audient EVO 16: Zurück.
Im Systemmenü versteckt sich eine Shutdown-Funktion, zudem schaltet sich das Interface aus, um auch nach längerer Inaktivität Strom zu sparen. Dieser ersetzt den fehlenden Netzschalter. Sie können ihn per Knopfdruck aufwecken.
Test EVO by Audient EVO 16: Interne Werte
Werfen wir einen genaueren Blick auf die Interna des EVO by Audient EVO 16-Tests, bevor wir zum praktischen Einsatz übergehen. Der Mikrofonverstärkungsbereich beträgt 58 Dezibel, was für die meisten Anwendungen mehr als ausreichend sein sollte.
Nur sehr tiefe Vintage-Bändchenmikrofone könnten ein paar Dezibel mehr Leistung vertragen. Der Line-Gain-Bereich liegt ebenfalls bei 58 Dezibel und bietet zusätzlich ein -10dB-Pad, um den Pegel etwas abzusenken.
Interessant sind bei Interfaces immer die vom Mic-Preamp erzeugten Verzerrungen.
THD+N (@ 0 dBu, 1kHz) gibt der Hersteller mit weniger als 0,0015 Prozent an. Dies ist ein sehr guter Wert. Für AD/DA-Wandler wird dieser Wert (@-1 dBFS, 1kHz) vom Hersteller mit 0,001 Prozent angegeben.
Der A-gewichtete Dynamikumfang des A/D-Wandlers beträgt 112,5 Dezibel, der D/A-Wandler ist mit 121 Dezibel sogar noch besser.
Die THD-Werte im EVO by Audient EVO 16 Test.
Der Vollständigkeit halber sei noch der Frequenzgang erwähnt, der von 10 Hz bis zur halben eingestellten Samplerate (FS/2) reicht.
THD-Werte gehen in dieser Preisklasse absolut in Ordnung. Bitte beachten Sie, dass die Messungen vom Mikrofoneingang bis zum Analogausgang vorgenommen wurden und daher die Werte von den Herstellerangaben abweichen.
EVO by Audient EVO 16: Der Frequenzgang ist komplett direkt in der Messung.
Aber mit welchen Abtastraten arbeitet die Schnittstelle und wie kann ich diese konfigurieren?
Eine Option, das Gerät selbst zu konfigurieren, wird im Handbuch nicht erwähnt und für das EVO by Audient EVO 16 konnte ich auch keine finden.
Möglich wird dies durch die jeweilige Aufnahmesoftware bzw. das verwendete Betriebssystem. Sie können zwischen 44,1, 48, 88,2 und 96 Kilohertz wählen. 192 Kilohertz werden Sie leider nicht finden.
Ableton Live meldet die minimale Roundtrip-Latenz wie folgt:
- 7,26 Millisekunden bei 96 Kilohertz, Puffer: 32 Samples
- 7,41 Millisekunden bei 88,2 Kilohertz, Puffer: 32 Samples
- 8,27 Millisekunden bei 48 Kilohertz, Puffer: 32 Samples
- 9,00 Millisekunden bei 44,1 Kilohertz, Puffer: 32 Samples
Die Eingangslatenz beträgt 96 Kilohertz und ein 32-Sample-Puffer bei sehr niedrigen 1,85 Millisekunden, die Ausgangslatenz, die für das Spielen von Softwareinstrumenten wichtig ist, beträgt 2,09 Millisekunden. Schneller geht es kaum.
Installation
Sterben…