So verfolgte de Ligt ein starkes Spiel seiner neuen Mannschaft von der Bank aus. Lange Zeit war man in München giftiger, aggressiver und technischer. Mit Hochdruck bereiteten sie den Gastgebern große Probleme. Nur 14 Minuten vergingen bis zum ersten Pflichtspieltor der Münchner in der neuen Saison: Nach einer misslungenen Parade der Leipziger fand der Ball seinen Weg zu Musiala, der von rechts innen einschoss. Marcel Halstenberg und der von den Bayern umworbene Konrad Laimer hatten zuvor keine gute Figur gemacht.
Die Leipziger reagierten sofort. Doch die Freude über das Tor von Christopher Nkunku war nach einer Abseitsentscheidung schnell verstummt (15.). RB trat gegen die Bayern ohne klassischen Mittelstürmer auf. Neben Nkunku stürmte Ideengeber Emil Forsberg.
Leistungsfähiges Bayern
Das Spiel ging jedoch meist in die andere Richtung, und der Meister präsentierte sich mit großer Effizienz. Nach einer Flanke von Gnabry war Mané dort, wo Supertorschütze Robert Lewandowski die Bayern-Fans in den vergangenen Jahren immer begeistert hatte. Groß war die Freude beim afrikanischen Fußballer des Jahres, der die Arme hob, sprang und seine Mitspieler umarmte.
Und noch schlimmer war es für Leipzig, dessen Fehler eiskalt bestraft wurden. Der verspielte Musiala tanzte durch die RB-Abwehr und bescherte Pavard den dritten Treffer. Zufrieden zeigte sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der neben Vorstandschef Oliver Kahn auf der Tribüne saß. Es ist der richtige Zeitpunkt für einen solchen Schritt, auch um eine andere Perspektive einzunehmen.