Die Fallzahlen der Kronenvariante BA.4 / BA.5 nehmen in Österreich zu

von. – 31.05.2022 13:01 (31.05.2022 14:35)

Neue Kronenvarianten werden auch in Österreich immer häufiger. © APA/dpa/Daniel Vogl (Symbolbild)

Auch in Österreich steigt der Anteil der neuen Variante des Coronavirus BA.4/BA.5 an den Neuinfektionen.

Lag der Anteil in der 20. Kalenderwoche noch bei rund drei Prozent, waren es in der 21. Woche bereits acht Prozent. Allerdings gibt es derzeit keinen Anstieg der Gesamtfallzahlen, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte.

Weitere Fälle der Kronenvariante BA.4 / BA.5 in Österreich

Aktuell sorgt die neue Variante vor allem in Portugal für einen starken Anstieg der Neuinfektionen. Dies könnte aber auch daran liegen, dass das Land nur kurzzeitig von der omicron-Welle betroffen war und die Bevölkerung anfälliger für die omicron-Variante BA.4 / BA.5 ist. Österreich hingegen erlebte eine sehr lange Welle, was bedeutet, dass die globale Immunisierung höher sein könnte. Das könnte dazu führen, dass trotz der neuen Variante die Fallzahlen nicht in dem Maße zunehmen wie in Portugal.

Die weltweite Immunisierung könnte in Österreich nach der Omicron-Welle höher sein

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist laut Gesundheitsministerium ein genauer Überblick über die aktuell kursierenden Virusvarianten von besonderer Bedeutung. „Weil die bisher bei PCR-Tests eingesetzte Methode nur ungenau von Omicron-Untervarianten unterscheiden kann, wird das Gesundheitsministerium künftig verstärkt auf die komplexere und genauere Methode, die sogenannte Sentinel-Variantenüberwachung, setzen“, sagte er gegenüber Reportern. Veröffentlichung.

Die Sentinel-Analyse analysiert positive Kronenproben mit Sequenzierung

Bei der sogenannten Sentinel-Analyse werden in allen österreichischen Bundesländern positive repräsentative Proben durch Sequenzierung analysiert. Auf diese Weise lassen sie sich exakt einer Virenvariante zuordnen. Analysen können dann einen repräsentativen Überblick darüber geben, was mit Varianten im ganzen Land passiert. „Darüber hinaus bietet die Sentinel-Analyse den Vorteil, dass mögliche Varianten von neu aufgetretenen Viren sofort erkannt und ihr Auftreten an die internationalen Behörden gemeldet werden kann“, so das Ministerium.

Die Abwasserkontrolle blieb unverändert

Die Abwasserkontrolle bleibt unverändert. Abwässer österreichischer Klärwerksstandorte werden kontinuierlich auf Corona-Virus-Spuren untersucht und Variantenereignisse durch Sequenzierung analysiert. Diese Nachverfolgung bietet einen umfassenden Überblick über die Fallgeschichte und den Status von Varianten in Österreich, „und das Gesundheitsministerium ist weiterhin eine wichtige Säule der Variantenüberwachung“, sagte er.

Das Programm umfasst 24 der größten Kläranlagen Österreichs

Das Programm umfasst die 24 größten Kläranlagen Österreichs. Damit wird eine Bevölkerungsabdeckung von rund 52 Prozent erreicht. „Der Umfang der Nachverfolgung reicht aus, um EU-Anforderungen zu erfüllen und somit ein für Österreich repräsentatives Bild der Lage zu schaffen“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

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