Gundula Janowitz, die Goldkehle, feiert ihren 85. Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch an die Lieblingssänger Herbert von Karajan, Karl Böhm und das Publikum der Wiener Staatsoper und der Salzburger Festspiele.

“Du kannst wieder gehen. Es ist vorbei”: Diese Worte flüsterte ein altgedientes Mitglied des Wiener Opernensembles der jungen Sopranistin zu, als sie im prunkvollen Festzugkleid beim Fest des Herzogs von Mantua auftrat: Gundula Janowitz hatte ihren Auftritt verpasst in “Rigoletto”. Ob im festlichen Getümmel zwischen Solisten, Chor und Ballett jemandem aufgefallen ist, dass die Aufführung nicht gespielt wurde, sagt die Chronik nicht. Fest steht: „Aus“ war es für die Sängerin noch lange nicht. Andererseits

Als Janowitz in größeren Rollen auftrat, begriffen Kenner schnell, was Regisseur Herbert von Karajan so sehr an diesem Künstler faszinierte: Die Stimme war unverwechselbar, klar und edelmetallglänzend. Kommentatoren verbanden Gold und Silber von Anfang an mit dieser Klangfarbe, die in lyrischen Momenten zart klingen konnte, aber auch in dramatischen Notlagen den Ansturm der Philharmoniker mühelos überschattete.

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