1. August 2022 um 12:10 Uhr
Vettels Nachfolge bei Aston Martin: Die Folgen von Alonsos Wechsel für Mick Schumacher
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Foto: dpa/Hasan Bratic
Silverstone Fernando Alonso wird zur neuen Saison die Nachfolge von Sebastian Vettel im Formel-1-Cockpit von Aston Martin antreten. Damit bleiben Mick Schumacher nur wenige Optionen für die neue Saison.
Nach der Bekanntgabe seines Rücktritts aus der Formel 1 versuchte Sebastian Vettel, seine Nachfolge bei Aston Martin selbst zu klären. Am Rande des Großen Preises von Ungarn schlug er Mick Schumacher vor: „Ich denke viel an Mick. Ich bin nicht ganz objektiv, weil ich ihm sehr nahe stehe. Aber ich denke, er ist ein großartiger Fahrer und ein großartiger Lerner.” Darüber sprach er auch mit Aston-Martin-Chef Lawrence Stroll.
Doch der entschied sich anders und stellte am Montag Fernando Alonso als neuen Fahrer vor. Der zweifache Weltmeister unterschrieb im Alter von 41 Jahren einen weiteren Mehrjahresvertrag. Damit ist eine mögliche Wechseloption für Schumacher vom Tisch, denn im anderen Aston-Martin-Cockpit sitzt Lance Stroll, Sohn des Rennstallchefs.
Schumacher ist derzeit ohne Formel-1-Vertrag für die Saison 2023. Ebensowenig Alonsos Nachfolger bei Alpine, wo der 21-jährige Australier Oscar Piastri die besten Chancen haben dürfte. Zweiter Fahrer ist aktuell der Franzose Esteban Ocon. Die Kabinen der Top-Drei-Teams Red Bull, Ferrari und Mercedes dürften besetzt sein, Schumacher zu einem kleineren Rennstall als seinem jetzigen Haas wechseln, ist unwahrscheinlich. Damit bleibt ein anderes Mittelfeldteam wie Alfa Romeo, wo er gegen Valtteri Bottas antreten könnte. Die Zukunft von Bottas aktuellem Teamkollegen Guanyu Zhou aus China ist offen.
Ein Verbleib bei Haas scheint jedoch die wahrscheinlichste Option für Schumacher. Darauf konzentriere er sich derzeit, betonte der 23-Jährige in Ungarn: „Ich denke, hier gibt es noch viel zu tun, darauf konzentriere ich mich im Moment. Wer weiß, was die Zukunft bringt?“
Damit Schumacher bei Haas weitermachen könne, müsse er „einfach gute Leistung bringen“, sagte Teamchef Günther Steiner kürzlich. Der Sohn des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher hat es kürzlich geschafft: Nachdem er zu Beginn der Saison nach mehreren Stürzen in die Kritik geraten war, sammelte er Anfang Juli endlich seine ersten Punkte in der Meisterschaft. Sieben Tage später belegte er den sechsten Platz in Österreich. Nach 13 von 22 Rennen liegt Schumacher mit zwölf Punkten aktuell auf Platz 15 der Fahrerwertung.
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(stja/dpa/SID)