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Lästiges Kriechen gehört zum Sommer dazu; Du kennst es auch, liebe SRF-Community. Welche Tracker sollten Sie im Auge behalten und was hilft Ihnen, wenn Sie die Geduld verlieren.
Autoren: Bähram Alagheband, Sandro Käser
Ameisen, Fruchtfliegen, Wespen oder Mücken? Wir haben die SRF-Community nach der nicht repräsentativen Insekten-Digitalurne gefragt, um herauszufinden, welche Viecher im Sommer besonders lästig erscheinen. Insekten führen das Feld an.
Aber die kleinen Krabbler haben mehr zu bieten als Stacheln und Gift, wie einige bemerkenswerte Fakten zeigen. Hier sind die Top 3:
Platz 1: Wespen
Absolute Nummer eins: „Wespen sind die schlimmsten und aggressivsten!“, schreibt User „Liv“. Diesen Sommer kommen sie uns tatsächlich näher als sonst. Eine SRF-Untersuchung zeigt, dass mehrere Spitäler dieses Jahr häufiger Insektenstiche behandeln: Der Kanton Basel teilt auf Anfrage mit, dass die drei Notaufnahmen des Kantonsspitals deutlich mehr behandeln Patienten. . «Auch beim Kantonsspital Baden haben wir eine Steigerung», erklärt Stefan Wey, stellvertretender Leiter Marketing und Kommunikation. Unter anderem wegen „Wespenstichen an Zunge und Rachen“.
Grund für Ausbrüche: Wespen suchen für ihre Larven eiweißhaltige Nahrung. Aber viele Wiesen wurden gemäht, wodurch die Raupen schwerer zu finden sind. Also die Schüssel weit rausstellen? Experten halten davon wenig. „Ich kenne keine wirklich tragfähigen Lösungen“, erklärt Hannes Baur, Konservator des Naturhistorischen Museums Bern und Vorstandsmitglied der Entomologischen Vereinigung Bern.
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Bildunterschrift: Die Papierwespe gehört nicht zu den lästigen Arten, sieht aber der Gemeinen Wespe zum Verwechseln ähnlich. Bahram Alagheband
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Bildunterschrift: Holz-Riesenwespe: Das Weibchen auf dem Bild hat einen langen Stachel, der nur zur Eiablage dient. Bahram Alagheband
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Legende: Riesenwespe Schlupfwespe (lat. Rhyssa persuasoria) mit langem Legebohrer. Bahram Alagheband
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Legende: Die rote Wespe (lat. Vespula rufa) ist nicht aggressiv und nistet unterirdisch. Bahram Alagheband
“Hier hilft nur das Entfernen der Nester, aber nur bei lästigen Arten wie der Feld- und der Deutschen Wespe.” Diese Wespen bauen keine kugelförmigen, freihängenden Strukturen. Ihre Nester befinden sich in Hohlräumen. Aber: nicht selbst loswerden, dafür gibt es Schädlingsbekämpfer.
Sie zeigen aber auch Verständnis: „Nicht alle Wespenarten sind aggressiv“, schreibt „Swineapple BBQ“ und er hat Recht. Die rote Wespe (siehe Bild 4) beispielsweise ist nicht aggressiv, nistet unterirdisch und interessiert sich nicht für unseren Schinken. I: Viele Wespen besuchen regelmäßig die Blüten und bestäuben sie, sie kümmern sich also auch um unsere Früchte. Sie jagen auch andere Insekten wie Mücken, um ihren Nachwuchs zu ernähren.
Eine Wespe, die nur vorgibt, eine zu sein
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Kennst du diese Wespen mit riesigen Stacheln? Für uns sind sie ungefährlich: Schlupfwespen haben bis zu 40 Millimeter lange Stachel, mit denen sie Holz durchbohren und tief darin ihre Eier ablegen. Nur Insektenlarven, die im Holz leben, müssen sich darum kümmern.
Platz 2: Mücken
Ihr Schädling Nr. 2 in diesem Sommer. “Und wenn man sie kaputt machen will, muss man suchen, suchen, suchen… Ärgerlich, vor allem bei Hitze und Nachts”, schreibt der User “CPM”. Da hilft es wenig, dass nur die Weibchen einen Stachel haben und die Männchen uns in Ruhe lassen. Übrigens: Letztere sind an ihren buschigen Fühlern zu erkennen.
Was hilft gegen mücken
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Bildunterschrift: Bilder von Bildern / Bildbroker
Gegen lästige Insekten gibt es unzählige Mittel. Doch nur wenige sind wirklich wirksam, erklärt Mückenexperte Pie Müller vom Schweizerischen Institut für Tropen und Public Health in Basel. Zwar orientieren sich Mücken an Gerüchen und können beispielsweise mit ätherischen Zitronenölen verscheucht werden. “Aber diese sind sehr flüchtig und die Wirkung ist schnell verflogen.” In diesem Sinne hilft auch das Duschen vor dem Schlafengehen. In heißen Nächten wie diesem Sommer verfliegt dieser Effekt jedoch schnell.
User „Falaffel-Dönerskebab“ fand ein bewährtes Mittel: „Zum Glück habe ich seit letztem Jahr ein Moskitonetz, das macht einen RIESIGEN Unterschied!“ Experte Müller bestätigt das: Solange die Maschen einen Durchmesser von 1,2 Millimetern nicht überschreiten.» Außerdem muss das Netzwerk ordnungsgemäß verbunden sein. Auch der gute alte Ventilator ist effektiv. Kleine Mücken hingegen werden ziemlich boshaft. Ein weiterer Vorteil: „Unser Duft verteilt sich gut. Das macht es schwieriger, uns zu finden“, sagt Müller.
Und wozu sind Mücken da? Für andere Tiere. Kröten und Frösche fressen gerne Mücken, aber auch Vögel und Libellen zum Beispiel. Ohne Mücken fehlt anderen Tieren eine wichtige Nahrungsquelle.
3. Platz: Zecken
User “Martin Al-Almani” schreibt: “Zecken! Heute überall Zecken!” Es ist üblich: Sie fühlen oder hören sie zunächst nicht. Schlimmer noch, Sie können praktisch überall sitzen und saugen. Hier gilt, was niemand gerne tut: die Leichensuche nach jedem Waldbesuch.
FSME
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Diese Viruserkrankung ist meldepflichtig: Laut BAG waren Ende Juni 2022 in der Schweiz 157 Fälle registriert. Rückblickend auf die vergangenen fünf Jahre stellt das BAG eine jährliche Zunahme der FSME-Fälle fest. Auch Zecken übertragen die Borreliose, gegen die es jedoch keinen Impfstoff gibt. Hier besteht keine Meldepflicht. Die Bundesregierung schätzt jedoch, dass es in diesem Jahr mehr als 4.000 Fälle geben wird.
Zecken übertragen verschiedene Krankheiten, einschließlich Meningitis, die als Zeckenenzephalitis (FSME) bezeichnet wird. Dem vorbeugen können Impfungen, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schweizweit empfiehlt.
Vermeiden Sie Zeckenstiche
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Bildunterschrift: Bilder / Perspektive
Zeckenstiche können vermieden werden, indem breite Wege genutzt und der Kontakt mit Gras und Büschen so weit wie möglich vermieden werden. Zecken hängen gerne herum und heften sich dann an einen Wirt. Lange Kleidung und Zeckenschutzmittel sind weitere Faktoren zur Zeckenprävention. Wenn Sie einen entdecken, können Sie ihn vorsichtig mit einer Pinzette in einem Stück entfernen, die Bissstelle desinfizieren und bei Symptomen einen Arzt aufsuchen.
Übrigens: Zecken sind auch beliebte Nahrung für andere Tiere wie Vögel oder Insekten. Es gibt also Gründe, warum sie bei uns sind.