Kriegsverbrechen in der Ukraine werden untersucht

31.05.2022 10:40 (31.05.2022 14:16)

© Reuters/Canva

Internationale Ermittler beraten am Dienstag (14 Uhr) in Den Haag über den Stand der Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine.

Kurz nach der russischen Invasion in der Ukraine im Februar stellten die Ukraine, Polen und Litauen ein gemeinsames Ermittlerteam zusammen, und der Internationale Strafgerichtshof schloss sich etwas mehr als einen Monat später zusammen.

Zentrale Evidenzdatenbank

Mitte Mai entsandte der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan, die größte Gruppe von Ermittlern, die der Gerichtshof je in das Kriegsgebiet entsandt hat. Staatsanwälte aller drei Länder und der Internationale Strafgerichtshof wollen sich vor der Pressekonferenz bei der europäischen Justizbehörde Eurojust in Den Haag treffen. Dabei soll es auch um den möglichen Aufbau einer zentralen Evidenzdatenbank gehen.

20.000 mutmaßliche Kriegsverbrechen

Die Gräueltaten waren ans Licht gekommen, nachdem russische Truppen aus einigen ukrainischen Städten wie Bucha und Irpin abgezogen waren. Die weltweite Reaktion auf Bilder von ermordeten Bürgern und Berichte über Vergewaltigungen war erschreckend. Nach Angaben der Kiewer Justiz wurden bereits etwa 20.000 mutmaßliche Kriegsverbrechen angezeigt.

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