Großer Griff in die Bundesliga: Bild-Journalisten nehmen den Schweizer unter die Lupe

Manuel Akanji (27), Dortmund: Im Frühjahr hatte Akanji zwei Verlängerungsangebote abgelehnt und seinen Wunsch nach einem internen Wechsel deutlich gemacht. Deshalb beteiligt er sich nicht mehr an den Plänen von Trainer Terzic und kam auch nicht mehr in den Testspielen zum Einsatz. Dortmund rechnet mit 20 Millionen Euro für den Verteidiger. England und Italien gelten als Ziele. Aber es zieht sich hin. (Jonas Ortmann)

Gregor Kobel (24), Dortmund: Dortmunds klare Nummer eins! Der Torhüter gilt als einer der solidesten Torhüter der Liga. Nach den Vorgängern Bürki und Hitz hat er die Dortmunder Torhüter auf ein sehr gutes Niveau gehoben. Kobel kann sich eine Führungsrolle in der Mannschaft vorstellen, ist aber nicht Teil des Mannschaftsrates. (Jonas Ortmann)

Bradley Fink (19), Dortmund: Der Stürmer kam in den ersten Testspielen zum Einsatz und traf, ist aber zunächst bei der U23 (3. Liga) gesetzt. Da bei Haller ein Hodentumor diagnostiziert wurde, reiste er ins Trainingslager nach Bad Ragaz. Der BVB will einen Ersatz für Haller besorgen. Fink wird voraussichtlich weiterhin für die zweite Mannschaft spielen. (Jonas Ortmann)

Nishan Burkart (22), Freiburg: Der Mittelstürmer war bisher nur für einen Bundesliga-Einsatz gut genug. Und auch in der kommenden Saison dürfte es für ihn schwierig werden, daran wird auch die Verletzung von Konkurrent Höler nichts ändern. Trainer Streich dürfte Neuzugang Gregoritsch vorerst vertrauen. Burkart wird wohl ein Pendelr zwischen Bundesliga und 3. Liga bleiben. Durch die Triple-Belastung der Europa League besteht noch Hoffnung auf mehr Spielzeit bei den Stars. (Thomas Lipke)

Silvan Widmer (29), Mainz: War in der vergangenen Saison einer der stärksten Spieler der Mainzer und wurde nun von Trainer Svensson mit der Kapitänsbinde ausgezeichnet. Im System mit einer Fünferkette sah er sich jedoch starker Konkurrenz auf der rechten Seite ausgesetzt. Danny da Costa (29) ist ablösefrei aus Frankfurt angereist. Allerdings ist er derzeit verletzt. (Peter Moufarrège)

Edimilson Fernandes (26), Mainz: Eigentlich hätte er schon länger gehen sollen, aber Angebote für den 7,5-Millionen-Euro-Mann gibt es noch nicht. Immerhin: Er war bei Trainer Svensson im Vorfeld so beliebt, dass er ihn in den Kader für den 3:0-Pokalsieg in Aue aufnahm. Eine Hintertür öffnet sich, dass Fernandes sich nach vielen Enttäuschungen in Mainz noch durchsetzt. (Peter Moufarrège)

Die Kontrolle des Trainers

Gerardo Seoane (43), Leverkusen: Seoane soll in Leverkusen eine neue Ära prägen, daran hat auch das peinliche Pokalfinale bei Drittligist Elversberg nichts geändert. Er führte die Mannschaft in seinem ersten Jahr in der Bundesliga auf den dritten Platz. Er genießt einen hervorragenden Ruf innerhalb des Vereins, auch weil er mit jedem Spieler in seiner Sprache kommunizieren kann. Rückschläge werden bei der jungen Mannschaft in Kauf genommen, doch mit dieser ersten Mannschaft muss Seoane mit seiner Werkself in die Champions League zurückkehren. (Philipp Arens)

Urs Fischer (56), Union Berlin: Auch nach dem Achtelfinale des Europapokals ist der Druck auf Union nicht groß. Das Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt, und das ist durchaus realistisch, zumal sich an der Qualität der Mannschaft nicht viel geändert hat. Ich denke, die Mannschaft könnte sogar einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Fischer sitzt fest auf dem Stuhl. Er hat noch ein Jahr Vertrag, aber eine Verlängerung wird in den nächsten drei Monaten erwartet. Mit Fischer und Union wird es noch lange weitergehen. (Sebastian Karkos)

Seoane (links) schüttelt Fischer die Hand.

cooler Fokus

Gerardo Seoane (43), Leverkusen: Seoane soll in Leverkusen eine neue Ära prägen, daran hat auch das peinliche Pokalfinale bei Drittligist Elversberg nichts geändert. Er führte die Mannschaft in seinem ersten Jahr in der Bundesliga auf den dritten Platz. Er genießt einen hervorragenden Ruf innerhalb des Vereins, auch weil er mit jedem Spieler in seiner Sprache kommunizieren kann. Rückschläge werden bei der jungen Mannschaft in Kauf genommen, doch mit dieser ersten Mannschaft muss Seoane mit seiner Werkself in die Champions League zurückkehren. (Philipp Arens)

Urs Fischer (56), Union Berlin: Auch nach der zweiten Qualifikationsrunde zum Europapokal ist der Druck auf Union nicht groß. Das Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt, und das ist durchaus realistisch, zumal sich an der Qualität der Mannschaft nicht viel geändert hat. Ich denke, die Mannschaft könnte sogar einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Fischer sitzt fest auf dem Stuhl. Er hat noch ein Jahr Vertrag, aber eine Verlängerung wird in den nächsten drei Monaten erwartet. Mit Fischer und Union wird es noch lange weitergehen. (Sebastian Karkos)

Yann Sommer (33), Gladbach: Sommer spielt weiterhin eine tragende Rolle in Gladbachs Plänen, er ist die klare Nummer eins und der neue Manager Farke hat den Torhüter bereits als Vize-Kapitän bestätigt. Allerdings zögert Sommer noch mit einer Vertragsverlängerung, obwohl er Nizza bereits gekündigt hat, gibt es noch keine Änderung. (Dirk Krümpelmann)

Nico Elvedi (25), Gladbach: Nach Ginters Abgang wechselt er in die Innenverteidigung. Elvedi ist mit seinen 25 Jahren einer der ältesten Spieler der Borussia und geht in Gladbach in seine siebte Saison. Der Schweizer muss aber noch mehr auf den Platz, wenn er als Referenzspieler gelten will. (Dirk Krümpelmann)

Djibril Sow (25), Frankfurt: Sow ist im Mittelfeld der Eintracht nicht mehr wegzudenken und war einer der Schlüsselspieler auf dem Weg zum Europa-League-Sieg. Seinen gewohnten Platz neben Kapitän Sebastian Rode war ihm sicher. Auch Coach Glasner möchte Kamada zur neuen Saison öfter an der Sechs einsetzen. Der Japaner glänzte beim Pokalsieg in Magdeburg (4:0) neben Sow mit einem Doppelpack. Die drei werden wahrscheinlich zwischen den beiden Positionen wechseln. Sow hat eine Ausstiegsklausel von mehr als 30 Millionen Euro. Gerüchte um Leipzig gab es zuletzt. Doch nun spielt Sow für Frankfurt in der Königsklasse. (Roman Unger)

Renato Steffen (30), Wolfsburg: Steffen tut sich schwer mit Manager Kovac, zählt zu den Rauswurfkandidaten und könnte den Verein bei passendem Angebot verlassen. Bei seinesgleichen ist er beliebt, mit seiner Mentalität kann er aber auch mal über das Ziel hinausschießen. (Kevin Schwank)

Saidy Janko (26), Bochum: Er musste einen Teil der Saisonvorbereitung verletzungsbedingt aussetzen, dennoch ist der Rechtsverteidiger aufgrund von Ausfällen am Samstag gegen Mainz eine Möglichkeit, in der Startelf zu stehen. Janko hat im Team bereits einen guten Ruf für seinen enormen Körperbau. Stürmer Zoller sagte kürzlich: „Saidy muss nur auf die Hanteln schauen und die Muskeln werden wachsen. Keiner von uns kann gegen ihn ankämpfen.“ (Max Backhaus)

Ruben Vargas (23), Augsburg: Nach einer schwierigen vergangenen Saison, in der Vargas tormäßig unterlegen war, könnte er für den neuen Trainer Maaßen so etwas wie ein Neuzugang sein. Seine Qualitäten sind einzigartig im Kader: Tempodribbling, eins gegen eins. Eine Verletzung hindert ihn am Saisonstart, danach hat er aber definitiv das Potenzial zum Stamm- und Stammspieler. Und: Überzeugt ist Vargas (Vertrag bis 2025) ein Postseason-Trade-Kandidat, der etwas Geld einbringen kann. (Tobias Altschäffl)

Cedric Brunner (28), Schalke: Brunner gehört zu den Gewinnern der Schalker Vorbereitung. Der Rechtsverteidiger setzte sich gegen Aydin durch und ist nun sicherer Stammspieler. Offenbar liegt Trainer Kramer mehr an Brunners Defensivstärke – die beiden kennen sich aus Bielefeld – als an Aydins Offensivqualitäten. (Peter Wenzel)

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Mannschaft

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fünfzehn

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