Stand: 05.08.2022 09:43 Uhr
Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem am heutigen Freitag, 5. August 2022, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Zum Lesen: Blog vom Donnerstag.
Das Wesentliche in Kürze:
- Bundesgesundheitsminister Lauterbach mit Corona infiziert
- Intensivmediziner rechnen nicht mit einer Überlastung der Stationen
- Aktuelle Fallzahlen im Norden: 1.787 in Schleswig-Holstein, 5.699 in Niedersachsen, 1.122 in Hamburg
- RKI registriert 59.506 Corona-Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 432,2
Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfrate und anderen Daten
9:43 Uhr
Impfstoff-Update: Zulassung bis Herbst möglich
Obwohl Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine zweite Auffrischimpfung für alle empfiehlt, rät Stiko nur Menschen über 60 und Risikopatienten dazu. Grundsätzlich sollte der Abstand zwischen den Impfungen nicht zu kurz sein, sagen Experten. Denn zuerst sollen die Antikörper reifen. Mehrere Impfstoffhersteller entwickeln derzeit Impfstoffe, die auf die Unterlinie Omicron BA.5 zugeschnitten sind. Von der Entwicklung bis zur Marktreife dauert es etwa ein halbes Jahr. Diese Impfstoffe könnten im Spätsommer oder Herbst zugelassen werden.
AUDIO: Wann kommt das Impfstoff-Update? (5 Minuten)
9:30 Uhr
MV: Der neue Studiengang beginnt mit einem Drei-Phasen-Modell und Selbsttests
Die Kultusministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg (Linke), will mit den vor den Sommerferien geltenden Schutzmaßnahmen gegen Corona ins neue Schuljahr starten. „Das Drei-Phasen-Modell, mit dem Schulen den Schulbetrieb unter Berücksichtigung der örtlichen Personalverhältnisse sicherstellen können, hat sich bewährt. Wir werden dies daher auch im neuen Schuljahr fortsetzen“, kündigte Oldenburg in Schwerin an. In Phase 1 wird der Schulbetrieb vollständig mit Präsenz in den Schulen durchgeführt. Der Präsenzunterricht vom 1. bis zum 6. Platz wird in Phase 2 fortgesetzt. Auf Stufe 3 sollen die Schüler der Klassen 1 bis 6 auch Präsenzunterricht erhalten. Bei akutem Personalmangel ist auch eine Notbetreuung möglich. Fernunterricht findet ab der 7. Klasse statt.
Nach Angaben des Studienberaters erhalten die Studierenden in den ersten zwei Wochen Selbsttests, die sie mit nach Hause nehmen können. Diese Tests sollten bei Anzeichen einer möglichen Corona-Infektion zum Einsatz kommen. „Unser Ziel bleibt es, Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, betonte Oldenburg.
8:47 Uhr
DAK: Die Zahl der Opfer in MV ist deutlich gestiegen
In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Krankenstände im ersten Halbjahr 2022 stark gestiegen. Das teilt die Krankenkasse DAK mit. Ende Juni waren täglich 55 der 1.000 DAK-Versicherten krankgeschrieben. Im Vorjahreszeitraum waren es nur noch 46. Als Hauptgrund nennt die Krankenkasse Corona-Infektionen. Die Infektionsausfälle stiegen von 13 auf 92 Fehltage je 100 Versicherte. Die Omikron-Variante verursachte mehr verlorene Arbeit als jede vorherige Variante. Besonders betroffen waren Beschäftigte in medizinischen und pädagogischen Berufen. Mit der weitgehenden Aufhebung der Corona-Maßnahmen im Frühjahr hätten aber auch Erkältungskrankheiten stark zugenommen. Allein die Zahl der Fehltage wegen Husten und Schnupfen ist von 67 je 100 Versicherten im ersten Halbjahr 2021 auf jetzt 178 in die Höhe geschossen.
8:01 Uhr
Lauterbach mit Corona infiziert
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 59-Jährige sei am Abend positiv getestet worden, teilte sein Ministerium heute früh mit. Ihm gehe es gut, er habe nur leichte Symptome und erledige seine Dienstgeschäfte vorübergehend aus häuslicher Isolation.
7:39 Uhr
5.699 Neuinfektionen in Niedersachsen registriert
Die Corona-Inzidenz in Niedersachsen sinkt weiter. Im bundesweiten Vergleich belegt Niedersachsen nur den fünften Platz. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet heute 5.699 Neuinfektionen (Vorwoche: 8.789). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 451,0 und ist damit weiter gesunken: Vor einer Woche lag der Inzidenzwert bei 674,9. Das RKI verzeichnete zudem 24 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.
7:34 Uhr
RKI: 1.122 neue Corona-Fälle in Hamburg
Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete in Hamburg an einem Tag 1.122 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 1.491). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 288,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner (Vorwoche: 359,2). Nach RKI-Angaben gab es zwölf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.
5:55 Uhr
Intensivmediziner rechnen nicht mit einer Überlastung der Stationen
Intensivmediziner Christian Karagiannidis ist zuversichtlich, dass sich die Corona-Pandemie im Herbst und Winter entwickeln wird. Der Intensivmediziner sagte der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe), dass die Pläne zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes genügend Möglichkeiten bieten, eine mögliche Infektionswelle im Herbst abzuschwächen. „In der kalten Jahreszeit ab Oktober erwarte ich nicht, dass Intensivstationen durch Covid-19 überlastet werden, wie es früher in der Pandemie der Fall war“, erklärte Karagiannidis. Der Mediziner, der auch Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung ist, forderte eine bessere Datenbasis zur Beurteilung des Infektionsgeschehens. „Unser größtes Problem wird ein großer Verlust an Arbeitskräften sein, wenn es wieder mehr Infektionen gibt“, betonte er. Damit die Bundesländer die wirksamen Maßnahmen gezielt durchsetzen können, werden mehr Daten beispielsweise zur Nutzung von Normalstationen und Rettungsstellen benötigt.
Karagiannidis forderte auch Änderungen bei den Einbürgerungstests. „Wenn das Testen im Herbst und Winter wieder wichtiger wird, sollten symptomatische Menschen auch einen kostenlosen Antigen-Schnelltest mit Attest bekommen“, sagte er.
5:55 Uhr
Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 377
Die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in Schleswig-Holstein in den vergangenen sieben Tagen leicht auf 377 gesunken (Vortag: 380). Gesundheitsämter meldeten 1.787 Corona-Neuinfektionen (Vortag: 2.228). Die Zahl der Menschen in Schleswig-Holstein, die sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt bei 944.084. Rund 884.100 Einwohner Schleswig-Holsteins sollen sich nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder erholt haben. Im Zusammenhang mit der Viruserkrankung Covid-19 wurden laut aktueller Statistik des Landesmeldeamtes drei neue Todesfälle gemeldet.
5:55 Uhr
RKI meldet bundesweit 59.506 Neuinfektionen
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Sieben-Tage-Morgen-Inzidenz bundesweit mit 432,2 (Vortag: 451,3; Vorwoche: 607,0) angegeben. Deutschlands Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt 59.506 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 84.798) und 165 Todesfälle (Vorwoche: 153) an einem Tag.
Hinweis zu aktuellen Zahlen: Inzidenzwerte liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit langem davon aus, dass es eine Vielzahl von Fällen geben wird, die vom RKI nicht erfasst werden, vor allem weil längst nicht alle Infizierten einen PCR-Test haben. In die offizielle Statistik gehen nur positive PCR-Tests ein. Zudem können durch verspätete Anmeldungen oder Übertragungsprobleme einzelne Tageswerte verfälscht werden.
5:55 Uhr
RKI sieht Abwärtstrend bei Corona-Zahlen
Das Robert-Koch-Institut (RKI) erkennt einen Abwärtstrend in der Corona-Sommerwelle, gibt aber noch keine Entwarnung. Laut dem wöchentlichen Abendbericht des Instituts ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um insgesamt 21 Prozent deutlich zurückgegangen. Die Inzidenzen sind im Wochenvergleich in allen Bundesländern und Altersgruppen zurückgegangen. Der allgemeine Infektionsdruck bleibt jedoch hoch. Bei den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus sprach das RKI zuletzt von einem recht stabilen Niveau: In der vergangenen Woche wurden 444 Todesfälle gemeldet. Nach den neuesten verfügbaren Daten wurde die Sublinie omicron BA.5 in mehr als 92 Prozent der positiven Proben gefunden. Das RKI fordert zudem die „absolute“ Einhaltung der Empfehlungen zum Infektionsschutz.
5:35 Uhr
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5:30 am Morgen
Am Freitag startet der Corona-Liveticker
Guten Morgen von der NDR.de-Redaktion! Heute, Freitag, 5. August 2022, möchten wir Sie erneut über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) alle wichtigen Nachrichten sowie Inhalte der Hörfunk- und Fernsehprogramme des NDR. Über die Ereignisse vom Mittwoch können Sie im gestrigen Blog nachlesen.
FAQ, Podcast und Hintergrund
Aktuell gibt es in den Bundes- und Nordländern nur relativ wenige Corona-Beschränkungen. Das soll sich im Herbst ändern. Die Regeln auf einen Blick. Monat
So ist die Corona-Lage in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Monat
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