Verirrter Weißwal: Beluga verirrt sich in der Seine

Aktualisiert am 09.08.2022 um 17:50 Uhr

  • Ein Beluga-Wal hat sich in Frankreich in die Seine verirrt.
  • Tierschützer bereiten eine Rettungsaktion für den sichtlich geschwächten Beluga vor.
  • Das Meeressäugetier muss aus einer Schleuse entfernt werden. Aber die Aktion ist heikel.

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Französische Tierschützer bereiten eine heikle Operation vor, um einen Beluga-Wal zu retten, der in der Seine verloren gegangen ist. „Wir haben eine Idee, die funktionieren könnte“, sagte Isabelle Brasseur vom Zoo Marineland im südfranzösischen Antibes am Dienstag gegenüber AFP.

Der Beluga (auch Weißwal genannt) wurde am Dienstag letzter Woche erstmals in der Seine gesichtet und ist seit Freitag in einer Bucht in Saint-Pierre-La-Garenne, etwa 70 Kilometer von Paris und 130 Kilometer von der Seine-Mündung entfernt, eingeschlossen . im Manèga-Kanal.

Experten zufolge kann das Tier in warmem Süßwasser nicht lange überleben. Belugawale leben normalerweise in arktischen Gewässern vor den Küsten Russlands, Alaskas und Kanadas.

Der Beluga sieht schwach aus.

© AFP/J.-Fr. Geld

Das Tier muss aus dem Fluss entfernt und in einem Becken gepflegt werden

Die Idee ist nun, das vier Meter lange und 800 Kilogramm schwere Meeressäugetier in einen Tank mit Meerwasser zu transportieren, es zu füttern und dann wieder ins Meer zurückzubringen. Wie die Präfektur des Departements Eure in der Normandie mitteilte, soll an diesem Dienstagabend versucht werden, den Wal aus dem Fluss zu entfernen. Sie müssen es dann per LKW in ein Becken mit Meerwasser transportieren.

Doch der Plan ist alles andere als einfach: Ein großes Problem sei, dass das Seine-Ufer an der Schleuse nicht befahrbar sei, sagte Brasseur. Also muss alles „von Hand“ gemacht werden.

Die Meeresschutzorganisation „Sea Shepherd“ hat bereits um Spenden für die Rettungsaktion gebeten. Benötigt werden unter anderem Seile, Netze und Matratzen.

© AFP

1966 gab es auch in Deutschland einen Beluga im Fluss

Zunächst sollte jedoch ein Tierarzt prüfen, ob das geschwächte Tier den Transport überstehen würde. Unter anderem soll er Blut und Atem des Wals untersuchen. In den vergangenen Tagen waren mehrere Versuche, das abgemagerte Tier zu füttern, erfolglos geblieben. Experten zufolge könnte seine Appetitlosigkeit ein Anzeichen für eine Krankheit sein.

Laut Experten ist es erst das zweite Mal, dass sich ein Beluga nach Frankreich verirrt hat. 1948 sah zum ersten Mal ein Fischer in der Loiremündung einen Wal in seinen Netzen. Im Mai 1966 sorgte ein Beluga auch in Deutschland für Aufsehen: „Moby Dick“ schwamm den Rhein nach Bonn, wo er sogar Politiker und Journalisten anzog die Bundespressekonferenz. (AFP/fab)

Aktualisiert am 26.07.2022 um 11:38 Uhr

Passagiere auf einem Schiff in Plymouth, Massachusetts, hatten eine schreckliche Begegnung mit einem Meeresriesen. Ein Wal sprang aus dem Wasser und prallte gegen das Boot, glücklicherweise war die Kollision geringfügig.

Teaserbild: © AFP/J.-Fr. Geld

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