Stark befahrene Stadtstraßenbaustelle: Wiener Polizeiräumung

Aktivisten kehrten am Mittwoch auf die im Februar geräumte Baustelle der Stadtstraße „Wüste“ in Wien-Donaustadt zurück. Die Polizei hat mit der Evakuierung begonnen.

Ab 7 Uhr blockieren „etwa 150 bis 200 Menschen“ die Arbeiten an der Hausfeldstraße, sagte Lucia Steinwender, Sprecherin von LobauBleibt, der APA. Die Arbeiten mussten sofort eingestellt und die Radwege und der öffentliche Nahverkehr im Landkreis verbreitert werden.

https://twitter.com/XRebellionAT/status/1529331178930688000

„Heute widersetzen wir uns der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und der konkreten Politik der Wiener SPÖ. Hier konkretisiert die SPÖ in den Bauarbeiten der Wiener Stadtautobahn die Klimakrise Lobby für die Bedürfnisse der Menschen in der Donaustadt voraus“, sagt Steinwender. Demonstranten, in einen roten Regenmantel gekleidet, marschierten zur Baustelle, kletterten in die Baukisten und hängten das „Block Bagger and Buggers!“-Banner auf.

„Wir halten an und setzen uns hin, einige sind angekettet und vermeiden Bauarbeiten auf der Stadtautobahn“, beschrieb Steinwender der APA. Es gibt auch Bauarbeiter, die zur Arbeit kamen, und Polizeikräfte. Die Evakuierung hat nun begonnen.

https://twitter.com/LPDWien/status/1529367185096904704

Nach erfolglosen Aufforderungen der Polizei über Lautsprecher, die Aktivisten selbst zu verlassen, schritten die Einsatzkräfte – mit Unterstützung der Sondereinheit Wega – ein. „Wir nehmen jeden Einzelnen mit den nötigen Unterlagen mit“, sagte APA-Polizeisprecher Markus Dittrich. Aktivisten werden derzeit von einem fleißigen Baufahrzeug abgeholt, die ebenfalls besetzten Baucontainer sollen später weitergehen. Außerdem werden Menschen angekettet.


Das Lager wurde im Februar geräumt


Das wiederbesetzte Gelände ist der Ort, an dem sich früher das Protestlager mit der Holzpyramide, einem Symbol des Protestlagers, befand. Aktivisten hielten sich dort monatelang auf, um den Baubeginn der Stadtautobahn zu verhindern. Am 1. Februar wurde das Lager nach stundenlangem Polizeieinsatz geräumt. Damals gab es 48 Festnahmen, die Pyramide wurde unmittelbar nach der Evakuierung abgerissen.

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