Falsche Wahl in Buchrain LU: Bürger werden in den Gemeinderat gedrängt

Denn an der Buchrain LU gibt es keinen Kandidaten

Ist ein Bürger verpflichtet, in den Rat einzutreten?

Die Gemeinde Buchrain braucht einen neuen Sozialdirektor. Aber keiner will Aber jemand muss es tun. Da die Nachbarn keine Kandidaten haben, könnte es jemanden treffen, der das gar nicht will.

Per Ende Oktober ist Sozialdirektor Stephan Betschen von Buchrain LU zurückgetreten. Das stellt die Gemeinde vor ein Problem. Denn niemand will ihn als Gemeinderat beerben, berichtet “zentralplus”.

Die offizielle Frist für die Einreichung von Nominierungen endete am 8. August, aber es meldete sich keine einzige Person. Und das, obwohl die Parteien es fleißig angekündigt haben. Das könnte laut Bürgermeister Ivo Egger daran liegen, dass viele derjenigen, die sich engagieren wollen, bereits anderweitig beschäftigt sind.

Jeder Name kann in einer leeren Liste erscheinen

Die Tatsache, dass niemand Ratsmitglied werden möchte, bedeutet nicht, dass die Position vakant ist. Denn jemand muss Betschen in den Stadtrat folgen. Anstelle von Wahlvorschlägen erhalten die Einwohner nun leere Listen für die Wahlen am 25. September, berichtet das Medium weiter. Dort können alle Einwohner aufgelistet werden. Gewählt ist dann derjenige, der die meisten Stimmen erhält. Einzige Bedingung ist, dass die Person das 18. Lebensjahr vollendet hat, seit mindestens fünf Tagen bei der Gemeinde gemeldet ist und das Wahlrecht besitzt.

Wenn eine Person gewählt werden sollte, müsste sie das Amt übernehmen, auch wenn sie dies ausdrücklich nicht wollte. Es gibt ein Pflichtbüro, Zitat “zentralplus” als Verwaltungsangestellter. Gegen die Wahl kann Einspruch erhoben werden, der jedoch nur in Ausnahmefällen stattgegeben wird.

In Buchrain wird eine zufriedenstellende Lösung erwartet

Dann könnte es als Duggingen BL ausgehen, wo René Hardmeier 2009 mit nur 20 Stimmen in den Gemeinderat gewählt wurde. Oder in Spiringen UR, wo in Abwesenheit Tobias Imhof an der Gemeindeversammlung 2017 gegen seinen Willen gewählt wurde.

Im Kanton Luzern kommt es jedoch nicht oft vor, dass jemand unfreiwillig eine Stelle besetzen muss. Denn Parteien oder Einzelpersonen würden auch nach Ablauf der Wahlfrist weiter nach geeigneten Personen suchen und diese den Wählern durch inoffizielle Kandidatenlisten oder Pressemitteilungen bekannt machen.

Aber wenn sich diese Geschichte in Buchrain nicht wiederholt und jemand gewählt wird, der das nicht will, gibt es wohl nur einen Weg, dem Amt zu entgehen: sich aus der Gemeinde zurückzuziehen. (von)

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