Stromgeschäfte: Media Markt und Saturn rüsten sich für die Gaskrise

Elektroketten wollen ihre Märkte auch bei Gasknappheit offen halten, notfalls mit kleinerer Verkaufsfläche, um Heizkosten zu sparen.

Die Elektromarktketten Media Markt und Saturn wappnen sich für eine mögliche Gasknappheit im Winter. „Wir tun alles, um die Märkte auch bei Gasengpässen offen zu halten“, sagte der Chef des Mutterkonzerns Ceconomy, Karsten Wildberger, am Donnerstag in Düsseldorf.

Die Besatzungen arbeiten daran, dass gasbeheizte Büros im Ernstfall auch mit Strom versorgt werden. Gegebenenfalls werden auch Verkaufsflächen reduziert. Rund ein Fünftel der Büros könnten nach Angaben des Managers im Winter von den Sofortmaßnahmen betroffen sein.

Media Markt und Saturn spüren bereits die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die dramatischen Preissteigerungen. „Unsere Kunden sind aufgrund der anhaltend hohen Inflation, stark steigender Energiekosten und einer möglichen Gaskrise vorsichtig“, sagte Wildberger. „Seit Juni hat sich das Konsumklima weiter deutlich verschlechtert.“

Die Stimmung der Verbraucher sinkt

Die Entwicklung ist jedoch nicht einheitlich. „Die Kaufzurückhaltung betrifft eher das untere und mittlere Segment“, sagte Finanzvorstand Florian Wieser. Das Premiumsegment hingegen entwickelt sich weiterhin positiv. Derzeit befasst sich das Unternehmen mit dem Fernseh- und Unterhaltungsgeschäft.

Bei Haushaltsgeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen erwartet der Elektrofachhändler dagegen sogar zusätzliche Umsatzimpulse durch hohe Energiepreise. Jetzt gibt es einen großen Anreiz, günstigere Geräte zu kaufen.

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