Ein Angebot verschwindet fast unbemerkt +++ Neuer Kurator für Völkerkunde an der HVM +++ Video: Die Explosion der Kaserne in der Kreuzbleiche
Was passiert in und um die Stadt St.Gallen? Im Ticker finden Sie aktuelle Nachrichten aus St.Gallen und den umliegenden Gemeinden. Ob Brand, Unfall, politischer Entscheid oder ein Promi in den Schlagzeilen – hier finden Sie eine bunte Mischung aus News, Bildern und lustigen Geschichten aus St. Gallen.
21:35 Uhr Donnerstag, 11. August
Vor anderthalb Jahren abgedeckt, kaum jemand bemerkt
Ein aufmerksamer Bürger hat Anfang der Woche ein Leserfoto auf tagblatt.ch hochgeladen und sich gewundert, warum im Sektor C auf Gleis 1 des St. Galler Hauptbahnhofs ein Selecta-Automat in einem bewilligungsfreien Werbestreifen steht. .
Auf Bahnsteig 1 des Hauptbahnhofs in St.Gallen steht ein Selecta-Automat in einem Aktionsraum ohne Bewilligung.
Bild: PD
In dem mit vier Fußspuren markierten Bereich, der jetzt von der Maschine besetzt ist, dürfen tatsächlich Menschen – meist religiöse – stehen und Flugblätter an Passanten verteilen. Der Leser wollte wissen, ob ein solcher Bereich jetzt an anderer Stelle im Bahnhof existiert.
Aus Neugier haben wir bei der SBB Medienstelle nachgefragt und folgendes erfahren. Mediensprecherin Jeannine Egi schreibt, die besagte Förderzone, die keiner Bewilligung bedarf, sei ein Versuch gewesen. Dies ist offenbar gescheitert. Laut Egi gab es praktisch keine Nachfrage nach den Flächen. Deshalb gibt es jetzt eine Selecta-Maschine. Dies geschah vor anderthalb Jahren.
Seither habe die SBB keine Kommentare zum Wechsel erhalten, schreibt Egi. Folglich ging die SBB davon aus, dass die Kunden mit dem geänderten Angebot zufrieden sein würden. (Verneigung)
17:52 Donnerstag, 11. August
Neuer Konservator für Völkerkunde am Historischen Ethnologischen Museum
Seit Anfang August hat das Historische Völkerkundemuseum St. Gallen mit Anja Soldier eine neue Kuratorin für Völkerkunde.
Während ihrer akademischen Laufbahn verkaufte Anja hauptsächlich in Afrika.
Bild: PD
Wie aus der Stellungnahme hervorgeht, hat sich Soldat während seiner akademischen Laufbahn vor allem mit Afrika beschäftigt. Ihre Recherchen führten sie an die Elfenbeinküste, wo sie die Provenienz von Museumsobjekten in Schweizer Sammlungen untersuchte.
Für einen Soldaten ist es eine Rückkehr in sein Heimatland. Nach dem Abitur in St. Gallen, studierte Ethnologie in Bern. Anschliessend spezialisierte er sich auf Kulturanalyse und Sozialanthropologie an der Universität Zürich. Sein Magisterstudium schloss er mit einer Arbeit über den afrikanischen Sammler Leslie Edgar Unwin (1900 – 1991) ab.
Der Willkommensbesuch mit der neuen Kuratorin findet am Sonntag, 18. September, ab 11 Uhr statt. Dabei taucht der Soldat in verschiedene Objekte ein, die in seinem Land Teil einer Bildsprache waren, die ohne Worte verstanden werden konnte. Am Sonntag, 9. Oktober, ab 10 Uhr, wird er bei den Sonntagsgesprächen in der neuen Café-Bar dabei sein und mit dem Museumsdirektor Peter Fux, Inhaber der Kultur, im Gedankenaustausch diskutieren. (PD/Bogen)
Donnerstag, 11. August um 17:02 Uhr
Video: Sprengung der Kaserne im Oktober 1980
Im Oktober 1980 schlug er die letzte Stunde der Kreuzbleiche-Kaserne. Ab dem 20. Oktober wurden sie und das Zeughausmagazin innerhalb weniger Tage dem Erdboden gleichgemacht. Die Show zog viele Zuschauer an. Das beweist auch das Video, das der St.Galler Hansjörg Jost damals aufgenommen hat:
Die Kaserne und das Arsenal wurden in wenigen Tagen dem Erdboden gleichgemacht.
Video: Hansjörg Jost
„Im Gegensatz zu manchen ähnlichen und überraschenden Zeugnissen“ aus der gleichen Epoche des Gebäudes „untermalte das kein historisch oder kulturell intonierter Abgesang
Die Hütten wurden zwischen 1876 und 1878 auf dem Grundstück errichtet, auf dem sich heute der Skatepark befindet. Am 30. August 1879 zogen die ersten Rekruten in das neue Gebäude ein. (vre/arc)
Kaserne Sant Gallen 1901, im Hintergrund die Militärkantine, die heute als Restaurant und Hotel genutzt wird.
Bild: Sammlung Reto Voneschen
15:57 Donnerstag, 11. August
Fünf neue Bierexperten in der Stadt
20 erfolgreiche Absolventen des Fachseminars «Der Schweizer Biersommelier: Bier entdecken, probieren und erfolgreich verkaufen» haben am Mittwoch, 10. August, ihre Zertifikate entgegengenommen.
Die Aufgabe eines Biersommeliers ist es zu beweisen, dass es für jede Situation das passende Bier gibt.
Bild: Severin Bigler
Unter den Absolventinnen und Absolventen sind mehrere Personen aus der Stadt St.Gallen und eine aus Gossau:
- Cédric Engler (St. Gallen)
- Hans-Peter Epper (St. Gallen)
- Markus Kengelbacher (St. Gallen)
- Hugo Scherle (St. Gallen)
- Reto Stocker (St. Gallen)
- Florian Huber (Hund)
Das Fachseminar fand in diesem Frühjahr bereits zum 33. Mal statt. Während des Seminars erfuhren die Teilnehmer alles Wichtige rund ums Thema Bier. Neue Biersommeliers können ihr Wissen jetzt weitergeben, ob in Restaurants und Bars, bei Tastings oder anderen Events. Ziel eines Bierbotschafters sei es, zu zeigen, dass es für jede Lebenslage das passende Bier gibt, heißt es in der Mitteilung.
In der Abschlussarbeit mussten die Absolventen ein Bierangebot bzw. eine Bierkarte für die vorgegebenen Strukturen eines gastronomischen Betriebes erstellen und in der mündlichen Prüfung präsentieren. Außerdem mussten die Kandidaten nachweisen, dass sie sich ausreichende Kenntnisse über Bier angeeignet hatten. (PD/Bogen)
10.35 Uhr Donnerstag, 11. August
Auf der Vadianstraße hat das Fahrrad wieder Vorrang: Die Stadt hat die Velostraße gekennzeichnet
Die Stadt hat ihr Versprechen gehalten: Zwischen Geltenwilenstrasse und Neumarkt ist die Vadianstrasse als Veloroute markiert. Das bedeutet, dass an den Kreuzungen mit der Pestalozzistrasse und der Kesslerstrasse die Vorfahrt für von rechts kommende Autos wieder aufgehoben wird. Auch auf diesem Abschnitt der Veloroute zwischen Güterbahnhof und Altstadt haben Fahrräder wieder Vorrang.
Der westliche Teil der Vadianstraße ist jetzt als Velostraße gekennzeichnet. Drahtesel haben hier wieder Vorrang.
Bild: Reto Voneschen (10.8.2022)
Die Geschichte der Veloroute auf der Vadianstraße wurde um ein neues Kapitel bereichert. An diesem Konzept wird hier seit etwa zwei Jahrzehnten gearbeitet, wobei dem Fortschritt regelmäßig der Rückschritt für Fahrräder folgt. Nun sieht es so aus, als hätte die Veloroute zumindest im ersten Abschnitt von Westen ihre endgültige Form.
Ursprünglich war die Vadianstrasse zwischen Geltenwilenstrasse und Neumarkt eine ganz herkömmliche Quartierstrasse mit 50 km/h Geschwindigkeit, irgendwann war sie als Veloroute auf dem Weg zwischen Güterbahnhof und Altstadt markiert. Die Kreuzungen mit der Pestalozzistrasse und der Kesslerstrasse blieben Staustellen: Immer wieder kam es zu Unfällen durch den Rechtsvorrang von Autos, die die Veloachse aus den Nebenstrassen querten.
Nach einer Unfallserie um 2010 wurde an den Kreuzungen Vadianstrasse, Pestalozzistrasse und Kesslerstrasse den Fahrrädern Vorrang eingeräumt.
Bild: Reto Voneschen (10.7.2011)
Um 2010 stieg die Zahl der Unfälle an beiden Kreuzungen. Schließlich ergriff die Stadt Gegenmaßnahmen: Sie entfernte Vorfahrten von Seitenstraßen und markierte Kreuzungen mit Haifischzähnen für Abbieger und roten Fahrradstreifen. Vor fünf Jahren wurde die Verkehrsregelung auf der westlichen Vadianstraße mit einer Erneuerung von 50 km/h auf 30 km/h geändert, was einen Vorrang für Fahrräder unmöglich machte. In 30-km/h-Zonen gilt Vorfahrt. Markierungen wurden entfernt.
Mit der Umsetzung von Tempo 30 im Jahr 2017 verschwand die Vorliebe für Fahrräder auf dem wichtigsten Radweg im Westen in der Innenstadt wieder.
Bild: Reto Voneschen (29.10.2017)
Als Reaktion auf wenig freundliche Reaktionen aus Fahrradkreisen sagte das Magistratische Tiefbauamt daraufhin zu, den Vorrang des Radwegs aus Sicherheitsgründen wieder einzuführen. Allerdings musste die Bundesregierung das Instrument Velostraße vorher offiziell einführen. Jetzt ist es so, und die Stadt hat Wort gehalten: Auf dem westlichen Teil der Vadianstraße haben die Nutzer der Veloroute wieder Vorrang vor Rechtsabbiegern. (sehen)
09:59 Donnerstag, 11. August
Lesen lernen mit vierbeinigen Zuhörern
Anfang September kehren die Lesehunde in die Katharinen-Stadtbibliothek zurück. Die Vierbeiner des Vereins „Therapiehund Bodensee“ sollen Kindern helfen, ihre Lesefähigkeiten zu verbessern und in ihrer Gegenwart Freude am Lesen zu haben.
Ein kleines Mädchen liest einem geduldigen Hund ein Kinderbuch vor.
Bild: PD
Lesehunde wurden speziell für ihre Aufgabe als zuhörende Patienten ausgebildet und kommen mit ihren Begleitern in die Bibliothek. Gemäss Medienmitteilung der Stadt St. Gallen konnten diese Begleiter bei ihren Aufgaben immer wieder beobachten, dass die Lesehunde eine beruhigende Wirkung auf das vorlesende Kind hatten. „Hunde sind unvoreingenommene, aufmerksame Zuhörer und kritisieren nicht. Mit einem Lesehund an ihrer Seite können Kinder Hemmungen, Schwächen und Ängste loslassen.”
An fünf Samstagen können Kinder ihren vierbeinigen Freunden vorlesen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Aber das Wichtigste: Hunde müssen auch gestreichelt werden…