Deutschland „Letzte Chance“
CDU-Chef Merz fordert Reformen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens
Stand: 13.08.2022 | Lesezeit: 2 Minuten
„Reformwillige Intendanten müssen unterstützt werden“
„Wir brauchen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In der jetzigen Form kann es aber so nicht weitergehen“, sagt WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt. Die Affäre um die zurückgetretene Intendantin Patricia Schlesinger sei Anlass für „mutige Reformschritte“.
Friedrich Merz befürchtet, dass die Affäre Schlesinger dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk die öffentliche Akzeptanz kosten könnte. Deshalb überlegt die CDU-Chefin laut, ob es zweier Institutionen bedarf, und fordert ein Ende der TV-Gender-Sprache.
Angesichts der Affäre um die zurückgetretene RBB-Chefin Patricia Schlesinger hat CDU-Chef Friedrich Merz das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu Reformen aufgerufen.
In einem Gastbeitrag für die „Badischen Neuesten Nachrichten“ stellte er zudem das Nebeneinander von ARD und ZDF in Frage. „Die Schlesinger-Affäre hat das Potenzial, die Legitimität und öffentliche Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland endgültig zu beseitigen.“ ARD und ZDF haben jetzt vielleicht eine der letzten Gelegenheiten zu zeigen, dass sie in der Lage sind, Fehler aus eigener Kraft zu korrigieren und zu korrigieren. Änderungen einleiten.
Patricia Schlesinger ist seit Wochen zahlreichen Vetternwirtschaftsvorwürfen ausgesetzt. Anschließend trat sie als Intendantin des RBB und als Präsidentin der ARD zurück. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.
Als Oppositionsführer im Bundestag forderte Merz die Institutionen auf, sich wieder auf ihren Informationsauftrag zu konzentrieren. Die Stärke des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind Dokumentationen und Serien, die der private Rundfunk nicht findet. „Aber es ist nicht nötig, dass bei allen Veranstaltungen zwei konkurrierende Fernsehsender gleichzeitig vertreten sind. Gebührenzahler können zumindest bei teuren Sportveranstaltungen eine engere Zusammenarbeit zwischen ARD und ZDF fordern.”
Wie viel verdienen Talkshow-Moderatoren?
Merz forderte zudem eine vollständige Aufklärung der Schlesinger-Affäre und eine Überprüfung der Aufsichtsbehörden. Die Sender sollten Transparenz zeigen und die Gehälter der Verantwortlichen sowie die Zahlungsströme an die vielen Produzenten offenlegen. „Das gilt auch und gerade für die Moderatoren bekannter Talkshows und Unterhaltungssendungen.“
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Auch der CDU-Chef forderte in den Berichten Ausgewogenheit. Dazu gehört eine klare Trennung zwischen Nachricht und Kommentar. “Hier brauchen wir mehr journalistische Verantwortung und weniger politische Sentimentalität.”
Auch in den Shows lehnte Merz das Geschlecht strikt ab. „Weder einzelne Redner noch Kommentatoren und Moderatoren haben das Recht, von den allgemein anerkannten Regeln des Gebrauchs der deutschen Sprache abzuweichen.“