Dürre wird in den Alpen zum Problem

Landwirtschaft

Wasserknappheit wird in den 500 Vorarlberger Alpen zu einem wachsenden Problem. Das Gras erhält keine Feuchtigkeit, daher wird das Tierfutter immer schlechter. Die Folge: Kühe geben weniger Milch. Der Präsident des Alpwirtschaftsverbandes, Josef Türtscher, spricht jedoch generell von einem guten Alpsommer.

14.08.2022 19.32

Ab heute, 19:32 Uhr online

Es hat seit ungefähr zehn Tagen nicht geregnet, und selbst dann war es nicht viel. Auf der Alpe Gävis im Laternsertal wurde jedoch vorgesorgt. 2017 wurden hier erhebliche Investitionen in die Wasserversorgung getätigt. Eine neue Quelle wurde angelegt, inklusive eines unterirdischen Tanks mit 15.000 Litern Fassungsvermögen.

Fotoserie mit 4 Bildern

ORF Alpe Gävis im Laternsertal gehört zur Gemeinde Sattens ORF Alpe Gävis: Alpmeister Werner Bischof freut sich über einen Grundwasserspeicher… ORF … ohne den Speicher wäre die Alpsaison in Alpe Gävis vorbei. ORF Weil die 1.000 Almen früh umgezogen sind und es zum Saisonstart noch genug Wasser gab, konnten die knapp 100 Almtage in diesem Jahr bundesweit bewältigt werden

Die Investition von 45.000 Euro trägt zum ersten Mal keine Früchte

Alpmeister Werner Bischof freut sich dieses Jahr nicht nur über die Investition von 45.000 Euro. Der Stausee hat im Trockensommer 2018 massiv geholfen. Ohne diesen Stausee wären „wir mit den Kühen gegangen“, sagt Bischof, dann hätten die 105 Kühe und 220 Rinder auf der Alp nicht mehr genug zu trinken. Nur dank des Wassertanks kann die Alp derzeit wie geplant bewirtschaftet werden.

Aber ohne Regen wird die Futterqualität jeden Tag schlechter. Bis zum 20. August will Werner Bischof auf der Alp bleiben, danach kehrt er an den Alpfuss zurück. Dann bleibt das Jungvieh oben, das Futter reicht dafür noch aus.

Insgesamt eine positive Bilanz

Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger sprach Ende Juli von einer angespannten Lage in den Alpen. In Einzelfällen sollen die Alpen mit Wasser versorgt werden, hieß es damals.

Laut dem Präsidenten des Alpwirtschaftsverbandes, Josef Türtscher, sei es trotz Trockenheit insgesamt ein guter Alpsommer. Da die 1000 Alpler früher aufstiegen und es zu Saisonbeginn noch genügend Wasser gab, waren die fast 100 Alptage landesweit überschaubar.

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