«Die Feuerwehr musste in der Nacht von Freitag und Samstag rund 200 Mal ausrücken», sagt Daniel Hug, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen auf Anfrage. Der Betrieb beschränkte sich hauptsächlich auf das Rheintal, Weesen und Amden.
Überschwemmungen und Erdrutsche
„Es gab Berichte über Wasserlecks vor allem in Kellern“, sagt Hug. In Weesen kam es aufgrund von Dauerregen zu Überschwemmungen. Der Bergbach trat über die Ufer und mehrere Weingüter wurden überflutet.
Laut Polizei kam es in Amden zu einem Erdrutsch und die Strasse musste zwischenzeitlich gesperrt werden. “Uns liegen keine Berichte über Verletzte vor”, sagt Hug. Auch am Samstagmorgen beruhigte sich die Lage, weitere Beschwerden gingen nicht ein.
In Appenzell Innerrhoden kam es zu einem Verkehrsunfall, weil ein Autofahrer seine Fahrweise nicht den Strassen- und Witterungsverhältnissen angepasst hatte. Laut Polizei verlor der Appenzeller die Kontrolle über sein Auto und fuhr in einen am Strassenrand geparkten Scheiterhaufen. Der 24-jährige Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt.
Der Pegel des Walensees ist gestiegen
Laut Meteo News fiel der meiste Regen auf den Säntis. Dort meldet der Wetterdienst am Freitagmorgen 180 Millimeter Wasser. In Oberriet stauten sich 173 Millimeter und in Alststätten 149 Millimeter Wasser, der Walensee ist durch den Regen um rund 80 Zentimeter angestiegen. Dadurch ist der Wasserstand fast wieder normal.
Maur gab nach und überschwemmte die Straße
Auch Vorarlberg wurde hart getroffen. Nach Angaben der Landespolizei Vorarlberg sind wegen des Starkregens am Freitag mehrere Bäche über die Ufer getreten. In Feldkirch gab es Überschwemmungen, in Götzis mussten 45 Keller gepumpt werden, in Lustenau 60 Keller und in Meschach gab es einen Erdrutsch. In Bregenz rutschte eine Stützmauer in einer Unterführung auf die Fahrbahn und entwurzelte einen Baum.
Nach Angaben der Mossos d’Esquadra gab es mehrere Staus wegen Wasser auf der Straße, die zu vier Unfällen mit Sachschaden und einem Fall mit Verletzten geführt haben. In Wolfurt traten mehrere Bäche über die Ufer und verursachten im Dorfzentrum Erdrutsche und Überschwemmungen. Auch die Rheintalautobahn musste in Dornbirn von Freitagabend bis 2 Uhr morgens wegen Hochwasser gesperrt werden. Niemand wurde verletzt.
In Widnau ist am Freitag ein Auto im Innenkanal gelandet.