„Im gegenseitigen Einvernehmen“: Adidas-Chef Kasper Rorsted verlässt den Konzern

Adidas-Chef Kasper Rorsted verlässt den Konzern “in gegenseitigem Einvernehmen”.

22.08.2022, 14:30 Uhr

Der Sportartikelkonzern Adidas trennt sich von seinem CEO. Kasper Rorsted wird daher im nächsten Jahr in den Ruhestand gehen. Ein Nachfolger ist noch unbekannt.

Adidas-Chef Kasper Rorsted wird den fränkischen Sportartikelhersteller im kommenden Jahr verlassen. Darauf hätten sich der DAX-Konzern und der Aufsichtsrat geeinigt, teilte der DAX-Konzern mit. Adidas hatte zuletzt vor allem aufgrund schwacher Geschäfte in China gegenüber dem Lokalrivalen Puma an Boden verloren.

„Die Suche nach einem Nachfolger hat begonnen“, hieß es in der Mitteilung. Rorsted bleibt bis zur Ernennung eines Nachfolgers CEO und wird mit Aufsichtsrat und Vorstand zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. „Unter der Führung von Kasper Rorsted hat Adidas seine digitalen Fähigkeiten deutlich ausgebaut und die Online-Verkäufe des Konzerns mehr als verfünffacht“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Rabe. Adidas hat auch seine Führungsrolle in Sachen Nachhaltigkeit untermauert.

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Rorsted verantwortete unter anderem den Verkauf der Marke Reebok, die lange Zeit ein Sorgenkind für Adidas war. „Nach drei schwierigen Jahren, geprägt von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie und geopolitischen Spannungen weltweit, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um einen Wechsel im CEO-Posten einzuleiten, um dem Unternehmen einen Neustart zu ermöglichen“, betonte er. Rabbi

Rorsted sprach von „externen Faktoren“, die das Geschäft in den vergangenen Jahren beeinträchtigt hätten. Damit umzugehen, hat viel Kraft gekostet. Adidas ist auf dem richtigen Weg. 85 Prozent der Märkte wuchsen um zweistellige Prozentsätze.

Rorsted, 60, übernahm 2016 bei Adidas. Der gebürtige Däne war zuvor Chef des Konsumgüterherstellers Henkel. Das „Manager Magazin“ kürte Rorsted zum Manager des Jahres 2019, weil der Börsenwert des Sportartikelunternehmens seit seiner Übernahme stark gestiegen sei.

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