Veröffentlicht25. August 2022, 9:50 Uhr
Oeschinensee: Rutschende Felsmassen verlieren an Geschwindigkeit; Die Gefahr bleibt hoch
Gemäss Gemeinde hat sich die Lage am Oeschinensee oberhalb von Kandersteg vorerst entspannt. Die Bewegungsgeschwindigkeit der Gesteinsmassen nimmt jedoch weiter zu.
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Im unteren und mittleren Bereich der Steispitze (Bildmitte) bewegt sich viel Gestein. Am Donnerstag noch mit 10 cm pro Tag.
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Der Oeschinensee gilt als Touristenort.
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Auf der Webcam des Berghotel Oeschinensee ist die Absperrung des Areals gut zu sehen.
Berghotel Oeschinensee
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Unterhalb der Spitze Stei beim Oeschinensee bewegen sich grosse Felsmassen.
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Im Vergleich zum Mittwoch wurde die Gleitgeschwindigkeit um mehr als die Hälfte reduziert.
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Gefahrenstufen und Maßnahmen bleiben auf dem aktuellen Niveau.
Am Donnerstagmorgen hat die Gemeinde Kandersteg die Situation am Point Stei am Oeschinensee neu bewertet. Daher hat die Gleitgeschwindigkeit der Gesteinsmassen im unteren und mittleren Bereich der Flanke wieder deutlich abgenommen. Waren es am Mittwoch noch 20 cm pro Tag, sind es jetzt „deutlich unter 10 cm pro Tag“.
„Im Vergleich zu den Bewegungsraten vor der Beschleunigung nehmen die aktuellen Bewegungsraten jedoch immer noch zu“, fährt die Community fort. Seit gestern gab es keine nennenswerten Steinschläge mehr.
Die Gefahrenstufen und Maßnahmen bleiben jedoch auf dem aktuellen Niveau. „Sollte der Trend zur Beruhigung bis Freitagmorgen anhalten, wird eine Reduzierung der Gefahrenstufen und Sicherheitsmaßnahmen auf das Niveau der Vorwoche in Betracht gezogen“, sagt er. Die nächste Lagebeurteilung ist spätestens am Freitag um 6.30 Uhr.
500.000 Kubikmeter in Bewegung
Einen Tag nach dem Steinschlag im Oeschinensee, bei dem rund 10’000 Kubikmeter Fels ins Tal stürzten, warnte die Gemeinde Kandersteg am Mittwoch auf ihrer Website. Der Geröllrutsch am Stei Peak hat sich seit Dienstag stark beschleunigt. 500.000 Kubikmeter Gestein bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 20 cm/Tag. „So hohe Bewegungen wurden dort noch nie gemessen“, sagte er.
Und: “Der Absturz größerer Trümmermengen des zentralen Erdrutsches in den kommenden Tagen ist nicht auszuschließen.” Die permanente Sperrzone (seit 2019) am südwestlichen Ende des Sees ist jetzt auf der hohen Gefahrenstufe.
Für den Bereich der Bank direkt außerhalb der dauerhaften Sperrzone gilt weiterhin die Stufe „erheblich“ (siehe Karte). Die Gefahrenstufe «erheblich» gilt auch in Richtung bewohntes Gebiet, entlang des Öschibachs. Weiter unten schützen Dämme (auf der Karte blau markiert) die Außenbezirke der Gemeinde.
Der Felssturz vom 23. August 2022. Rund 10.000 Kubikmeter Fels stürzten ab.
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„Erhebliche Gefahr“ für Öschibach
Gemäss aktueller Gefahrenkarte ist die Steinschlaggefahr weiter unten am Öschibach «erheblich». Das bedeutet eine Wahrscheinlichkeit von 20 bis 60 Prozent für ein „starkes“ oder „mittleres“ Ereignis. Dass der Steinschlag die beiden Staumauern direkt vor Kandersteg erreichte, gilt derzeit als «unwahrscheinlich» (0 bis 20 Prozent).
Der Oeschinensee gilt als Touristenort. Im Sommer ist der Wanderweg von Kandersteg zum See immer gut besucht. Das Bergpanorama mit See ist ein beliebtes Sujet auf Instagram. Vom Oeschinensee führt ein steiler Wanderweg zur Blüemlisalphütte SAC.
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