Die Wirtschaftskammer Kärnten und das Arbeitsmarktservice Kärnten haben ein schnelles und praktisches Produkt entwickelt, um Quereinsteiger in die Branche zu locken.KÄRNTEN. Der Mangel an Arbeitskräften und Fachkräften betrifft vor allem den Tourismus. Viele Mitarbeiter haben die Branche in den letzten zwei Jahren verlassen. Der heute in der IHK vorgestellte “Crashkurs Tourismus – Grundkurs Küche und Grundkurs Service” ermöglicht Branchenfremden einen einfachen Einstieg in die touristische Arbeitswelt. Die erste Runde ist abgeschlossen, nach der Sommersaison im Herbst sollen weitere folgen.
Attraktive Regelungen
Der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Jürgen Mandl, ist überzeugt, dass dies eine Initiative ist, die der Tourismus in Kärnten dringend braucht: „Die vielen offenen Stellen führen dazu, dass Unternehmen reduzierte Öffnungszeiten und mehr Tage haben Leistungssystem wieder verstärkt, dazu gehören Menschen, die in den Tourismus in andere Bereiche wechseln wollen, aber auch attraktive Regelungen für Rentner und eine bessere Betreuung von Kindern, um Müttern den Einstieg oder Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu erleichtern“.
Ausgangssituation
Die Tourismusbranche bietet viele Chancen und Chancen für eine internationale Karriere. Allerdings ist es auch eine Branche, die aufgrund einer allgemein hohen Fluktuation immer wieder neue Arbeitskräfte braucht: In zwei Jahren kehren 40 Prozent der Beschäftigten dem Tourismus den Rücken. Infolgedessen haben viele Unternehmen keine qualifizierten Arbeitskräfte oder Arbeitskräfte. Hinzu kommt die demografische Entwicklung: Immer weniger junge Menschen drängen auf den Arbeitsmarkt. Zurzeit wandern auch viele Tourismusbeschäftigte in den Nachbarländern ab, die derzeit eine gute Arbeitsmarktsituation in ihrem Heimatland vorfinden und sich dort niedergelassen haben.
Überfluss an Stellen
Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen haben die Situation noch verschlimmert. Die meisten Schließtage gab es im Tourismus, was der Branche insgesamt natürlich nicht gut getan hat“, sagte Josef Petritsch, Fachbereichsleiter Tourismus- und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Kärnten: Aktuell gibt es in der Wirtschaftskammer Kärnten 2.401 offene Stellen Tourismusbranche im Vergleich zu 1.864 Stellensuchenden (Stand: 1. Juni 2022) Angesichts dieses Anstiegs an offenen Stellen ist es besonders wichtig, zusätzliche Potenziale für die Branche zu erschließen.
Business Unterstützung
Es braucht in den kommenden Jahren viel Kreativität, aber auch Lenkungsmaßnahmen, um potentielle Arbeitssuchende zu motivieren. „Wir stehen in der gesetzlichen Interessenvertretung mehr denn je in der Verantwortung, unsere Unternehmen bestmöglich zu unterstützen“, sagte Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten. Er forderte eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen an die Lebens- und Wirtschaftswirklichkeit der Menschen: Einerseits soll der Anteil der Plätze unter Drittstaatsangehörigen erhöht werden, andererseits schnell, praxisnah und unbürokratisch Lösungen. muss gefunden werden.
Neue Wege in Bildung und Ausbildung
„Die Branche befindet sich im Wandel“, sagte AMS Kärnten Geschäftsführer Peter Wedenig. „Die neue Währung in Tourismus und Gastronomie ist die Mitarbeiterorientierung und -bewertung. Immer mehr Unternehmen gehen diesen Weg. Daher arbeiten wir auch gemeinsam an Aus- und Weiterbildung, um Chancen für Arbeitssuchende und Unternehmen zu schaffen.“
Tourismus-Intensivkurs
Der Bereich Tourismus und Freizeit bietet vielfältige Services wie Lernplattformen, Jobbörsen, Schulprogramme und Imagekampagnen. Allen gemeinsam ist das Ziel, die Attraktivität der Tourismusberufe zu steigern, Lehrstellen bereitzustellen und damit dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. „Allerdings haben wir in den letzten zwei Jahren erkannt, dass unsere Herausforderung nicht mehr nur der Fachkräftemangel, sondern der Arbeitskräftemangel ist“, sagt Petritsch, „die Branche hat wirklich keine ‚Manpower‘.“ .
Interesse am Tourismus wecken
In Zusammenarbeit mit dem AMS Kärnten hat der Fachbereich Tourismus- und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Kärnten nun weitere Produkte und Lösungen entwickelt. Neben der dualen Ausbildungsmöglichkeit gibt es nun auch ein niederschwelliges Angebot für Branchenfremde: den „Crashkurs Tourismus – Grundkurs Küche & Grundkurs Service“. Ziel dieser Maßnahme ist es, Menschen für den Tourismus zu gewinnen, die in diesem Bereich arbeiten möchten. Der Kurs soll Ihr Interesse wecken und eine Grundqualifikation vermitteln. Organisiert und betreut wird der Kurs vom WIFI Kärnten.
Arbeitsabschnitte
Gerade in den Basisbereichen Service und Kochen braucht es ein schnelles und effektives Modell, um weitere Mitarbeiter in der Branche zu fördern. Die thematische Trennung von Küche und Service garantiert zwei Vorteile: Zum einen werden gezielt notwendige Kompetenzen vermittelt. Im Küchenbereich werden beispielsweise Schneidetechniken, Warenwirtschaft, HACCP-Richtlinien, während im Servicebereich beispielsweise Disposition, Transporttechniken oder Getränkeservice eingeplant werden. Alternativ können interessierte AMS-Kunden auch dem für sie persönlich am besten geeigneten Tätigkeitsbereich zugeordnet werden. Nämlich die Nähe zum typischen Kunden der Dienstleistung, das Handelsgespräch, die Abwechslung im Getränkebereich oder die eigene Handarbeit der Küche und die Möglichkeit kreativ zu sein.
Schüchternheit verlieren
„Dieses Grundstudium soll Menschen die Scheu vor dem Einstieg in ein unbekanntes Fach nehmen. In Zukunft würden die Menschen verschiedene Stationen ihres Berufslebens durchlaufen. Vielleicht haben sie erst eine Ausbildung im Büro begonnen und jetzt gibt es die, mit denen wir in Kontakt kommen wollen Gäste im Dienst. Für diese Fälle brauchen wir Lösungen“, sagte Petritsch.
Gewinnen Sie alle im Tourismus
Wedenig, Leiter des AMS, ergänzt: „Ein wesentlicher Bestandteil des Intensivkurses ist die Verknüpfung der Kursmaßnahmen mit dem Praktikum im Unternehmen: Auf vier Wochen theoretischen Input folgen zwei Wochen praktischer Teil. Während des Praktikums lernen die Kursteilnehmer Kennen viele Facetten des Berufes Potentielle Mitarbeiter und Arbeitnehmer treffen sich mit Arbeitgebern Das Ideal wäre, sie so zu übernehmen, dass wir Theorie, Praxis und Beschäftigung kombinieren, um eine Win-Win-Situation zu schaffen.