Live-Halbfinale Freitag – Zverev mit Extra-Motivation, Weihnachten mit Aura

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Mit der Nummer 1 im Kopf hat Alexander Zverev große Pläne für das Pariser Halbfinale. Aber der Feind ist auf einer Mission.

Bildunterschrift: Hier in angenehmer Atmosphäre Rafael Nadal und Alexander Zverev beim Training Anfang Mai in Madrid. Bilder imago / Zuma Wire

Alexander Zverev und Rafael Nadal standen sich 5 Mal auf Sand gegenüber. Der Deutsche hat nur einmal gewonnen: im vergangenen Jahr im Viertelfinale in Madrid, als er mit dem Finalsieg seine Karriere krönte. Ein ebenso gutes Turnier spielt der 25-Jährige nun bei den French Open. Obwohl sie das Halbfinale nicht souverän erreichte und im zweiten Durchgang nach dem 0:2 gegen den Argentinier Sebastian Baez mit dem Rücken zur Wand stehen blieb, hat die Hamburgerin auch gegen Rekord-Paris einiges zu bieten.

„In Sachen Spielqualität“, sagte Zverev nach einem Viersatzsieg über seinen designierten Weihnachtsnachfolger, zeigte gegen Carlos Alcaraz seine womöglich beste Leistung bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Gegensatz zu dem wunderbaren spanischen Talent lag der Fokus bisher nicht unbedingt auf Zverev, nicht nur, weil er keine Night Session gespielt hat.

30 Prozent bessere Weihnachten – Zverev vor der Herkulesaufgabe

Mit seinem ersten Grand-Slam-Sieg könnte Zverev am Montag die Nummer 1 werden. Eine riesige zusätzliche Motivation, gerade weil in dieser Saison bisher nicht alles nach Plan gelaufen ist. „Einen Grand Slam zu gewinnen, ist das ultimative Ziel“, sagte der aktuelle Weltranglisten-Dritte. 2020 kam er diesem Ziel sehr nahe, verlor aber dennoch das U.S. Open-Finale gegen Dominic Thiem nach einer 2:0-Führung.

Doch bei all den Ambitionen, die andere Spitzenspieler bereits vor den Paris-Duellen gegen Nadal geäußert haben: Die Aura des 13-fachen Siegers auf dem Court von Philippe-Chatrier scheint geradezu greifbar. Zverev wusste es schon vor dem Turnier. “Es gibt etwas an diesem Ort, das ihn um 30 Prozent besser spielen lässt. Nur um auf dem Feld zu sein”, sagte er.

Reichen 2 Tage ohne Streichholz zu Weihnachten?

Das Momentum ist diesmal keine gute Referenz, um den Favoriten zu definieren. Durch den Zermürbungskampf gegen Novak Djokovic im Viertelfinale gewann Nadal zudem noch eine Extraportion Selbstvertrauen. „Die Chance, hier ein weiteres Halbfinale zu spielen, gibt mir viel Energie“, sagte der 21-fache Grand-Slam-Champion.

Nach einer zweitägigen Pause sollten die Energiereserven wiederhergestellt sein. Allenfalls Fragen zum körperlichen Allgemeinzustand mit der Fußverletzung, die Nadal zuletzt in Rom aus dem Spiel genommen hatte. Während der zwei Wochen in der französischen Hauptstadt wird er jeweils von seinem Arzt begleitet. An seinem 36. Geburtstag wird er jedoch alles daran setzen, zum 14. Mal das Finale von Roland Garros zu erreichen, wo er noch nie verloren hat.

Cilic auf den Spuren der Big 4

Möglicherweise auch, weil es den klaren Favoriten geben würde. Casper Ruud (ATP 8) und Marin Cilic (ATP 23) spielen ihre Halbfinals im Schatten des Vorgängers. Es ist schwer zu bestimmen, wer die besten Karten hat, um zum ersten Mal in Paris ins Finale einzuziehen. Die Erfahrung spricht für den 33-jährigen Kroaten, der als einziger aktiver Spieler nach Weihnachten, Djokovic, Roger Federer und Andy Murray bei allen vier Grand-Slam-Turnieren ein Halbfinale erreicht hat.

Ruud, der 10 Jahre jünger ist als er, hat nichts zu verlieren und hat dieses Jahr auf Sand mit 16:5 gewonnen.

Beide Halbfinals live von SRF

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Ab 14.45 Uhr gibt es am Freitag viel Live-Tennis bei SRF Zwei. Das Match zwischen Rafael Nadal und Alexander Zverev ist der Auftakt, dann könnt ihr auch das zweite Halbfinale zwischen Casper Ruud und Marin Cilic live auf SRF Zwei und App Sport verfolgen.

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