Im Fall Lewandowski scheint der FC Bayern das BVB-Modell abzulehnen

Konfrontiert mit einem Abtrünnigen aus der Bundesliga

Im Fall Lewandowski scheinen die Bayern das BVB-Modell abzulehnen

Stand: 02.06.2022 | Lesezeit: 2 Minuten

“Für den FC Bayern ist die Geschichte vorbei”, sagte Lewandowski

Robert Lewandowski drängt auf einen sofortigen Abgang der Münchner. „Meine Geschichte beim FC Bayern ist vorbei. Eine weitere gute Zusammenarbeit kann ich mir nicht vorstellen“, sagte der Stürmer am Montag auf einer polnischen Bundespressekonferenz.

Robert Lewandowski provoziert seinen Abgang. Der Stürmer will den FC Bayern trotz laufendem Vertrag verlassen. In Dortmund hat man das Problem mit dem Stürmer einmal auf seine Weise gelöst. Aber das steht für die Münchner wohl außer Frage.

Die Worte waren unmissverständlich. Gelingt es Robert Lewandowski, wird er den FC Bayern im Sommer verlassen. Trotz eines bis 2023 laufenden Vertrages veranlasst der Pole seinen Abgang aus München. „Für heute steht fest: Meine Historie beim FC Bayern ist vorbei. Nach allem, was in den vergangenen Monaten passiert ist, kann ich mir keine gute weitere Zusammenarbeit vorstellen“, sagte der 33-Jährige. Eine sofortige Versetzung sei aus seiner Sicht “für beide Seiten die beste Lösung”.

Lewandowski zieht es zum FC Barcelona, ​​doch noch ist nicht klar, ob er in diesem Sommer wechseln darf. Die Bayern beharren vorerst auf dem Vertrag des Polen, obwohl Barça ein 32-Millionen-Angebot für Lewandowski vorgelegt hat. „Er hat einen Vertrag bis 2023. Er wird diesen Vertrag erfüllen. Genug!“, sagte Bayern-Geschäftsführer Oliver Kahn.

Die Münchner beharren auf dem laufenden Vertrag und sind nach Informationen des „kicker“ nicht bereit, diesen zu ändern, um Lewandowski einen angenehmen Verbleib zu ermöglichen. Die Bayern wollen das Angebot zur Vertragsverlängerung bis 2024 nicht verbessern und keine Sonderzahlungen für die kommende Saison leisten.

Lewandowski hat in 252 Bundesligaspielen 238 Tore für die Bayern erzielt

Quelle: AFP / RONNY HARTMANN

Als Lewandowski 2013 vom BVB zum FC Bayern wechseln wollte, waren es genau solche Sonderzahlungen, die ihn motivierten, seinen Einjahresvertrag bei Dortmund zu erfüllen. Damals hatte der Stürmer eine Gehaltsanpassung von mehr als fünf Millionen Euro erhalten. Außerdem wurden ihm 30.000 Euro pro Scoring-Punkt versprochen, was weitere 930.000 Euro bedeutete. Diese wirtschaftlichen Anreize wird es für Lewandowski, der mehr als 20 Millionen Euro pro Saison verdienen soll, nicht geben.

Müller hofft auf Lewandowskis Verbleib

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Streikkamerad Thomas Müller sprach sich seinerseits für einen Verbleib Lewandowskis aus. „Alle Spieler, die am 1. September noch einen Vertrag in München haben, werden auch gut spielen wollen. Denn schlecht spielen macht keinem Spieler Spaß. Ich würde mir wünschen, dass mein langjähriger Offensiv-Mitspieler bleibt“, sagte der Nationalspieler.

Auch Serge Gnabry, dessen Zukunft beim FC Bayern ungewiss ist, rechnet mit einem Happy End zwischen Lewandowski und den Bayern. Er halte die Umstände um Lewandowski für “eine Schande”, sagte Gnabry, “ich hoffe auf eine friedliche Einigung.”

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