Donald Trumps Umgang mit geheimen Dokumenten weist viele Parallelen zu den vertraulichen E-Mails auf dem Privatserver von Hillary Clinton auf. Anklagen gab es damals nie. Warum sollte das jetzt anders sein? Drei Rechtsexperten geben unterschiedliche Antworten.
Die damaligen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump im Oktober 2016 in St. Ludwig.
Shannon Stapleton / Reuters
Wahrscheinlich war die Suche nach der Wahrheit in den USA noch nie so schwierig wie heute. Die politische Polarisierung ist so groß, dass es selbst ausgewiesenen Experten schwer fällt, als neutrale Beobachter ihre Glaubwürdigkeit zu wahren. Dies zeigt sich aktuell sehr deutlich in den Ermittlungen der Bundespolizei FBI gegen Donald Trump. Sie wirft dem ehemaligen Präsidenten unter anderem vor, in seinem privaten Mar-a-Lago-Club in Florida streng geheime Dokumente aufzubewahren und vor Ermittlern zu verstecken. Die Hausdurchsuchung am 8. August bestätigte diesen Verdacht. Doch reicht das für eine Anklage gegen einen ehemaligen Präsidenten und womöglich einen künftigen Präsidentschaftskandidaten?