Der Bundesrat hat über den Waffentransfer entschieden

Deutschland erhält grünes Licht für die Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine. Das teilte das VBS am Freitagnachmittag mit.

Dänemark will 20 dieser Schützenpanzer Piranha III an die Ukraine liefern. Doch das Seco hat einen entsprechenden Antrag abgelehnt. (Archivbild) – sda – KEYSTONE / LAURENT GILLIERON

Ankündigungen

das Wesentliche zusammengefasst

  • Die Länder hatten der Schweiz Anträge auf Lieferung von Waffen an die Ukraine gestellt.
  • Nun hat das VBS die Entscheide des Bundesrates bekannt gegeben.
  • Deutschland hat die Erlaubnis, Panzer zu passieren, Polen nicht.

Am Freitag hat der Bundesrat über die Überführung von ins Ausland gelieferten Waffensystemen in die Ukraine entschieden. Das hat Bundesratssprecher André Simonazzi in den Berner Medien angekündigt.

Bisher weigerte sich der Außenminister, in der Ukraine im Ausland verkaufte Waffensysteme auszuliefern. Zuletzt wurde ein Antrag aus Dänemark abgelehnt. Kopenhagen wollte Schützenpanzer Piranha III an die Ukraine liefern. Ein Antrag Deutschlands auf Lieferung von in der Schweiz hergestellter Munition für einen Panzer in der Ukraine wurde im April abgelehnt.

Deutschland hat die Erlaubnis, auf Panzer umzusteigen

Dann, am späten Nachmittag des Freitags, fiel die Entscheidung: Der Bundesrat gab Deutschland grünes Licht für den Export von Panzern. Polens Antrag, der ebenfalls Panzer liefern wollte, wurde abgelehnt.

Als Begründung schreibt das VBS in seiner Stellungnahme: „Deutschland kann frei über die vor zwölf Jahren bei Rheinmetall weiterverkauften Leopard-2-Panzer verfügen, da es keine Beschränkungen mehr gibt.“ Anders ist die Situation in Polen: Dort „werden außer Betrieb befindliche Leopard 2-Panzer nicht übermittelt; dies würde eine Schließung und damit einen Beschluss des Parlaments erfordern. »

Zugeständnisse in London

Die Schweiz hingegen zeigt sich gegenüber Grossbritannien selbstzufrieden: Sie willigt ein, dass der Hersteller Saab die in Auftrag gegebenen NLAW-Panzerabwehrwaffen zunächst nach Grossbritannien liefern wird. Die Schweiz erhält die Waffen später.

Dem Bericht zufolge begründete London seinen Antrag damit, dass es seine eigenen Bestände auffüllen müsse. Das Vereinigte Königreich hatte eine große Anzahl von Panzerabwehrwaffen in der Ukraine stationiert.

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