Eine Krähenmutter hat auf dem Dach des ersten Bezirkscasinos ihr Nest gebaut, das sie auch verteidigen will. „Die Krähe hat mich von hinten überrascht und mir mit ihrem Schnabel mehrmals an den Kopf gestoßen“, sagte Elisabeth Längle wien.ORF.at. Es war auf der Führichgasse in Richtung Albertina. Er konnte die Krähe mit seiner schweren Tasche verscheuchen.
Auch aus der Philharmonikerstraße wurde vor zwei Wochen ein Anschlag gemeldet. Laut Susanne Schreiner von „Birdlife“ führen aggressive Krähen oft simulierte Angriffe durch. Obwohl Krähenangriffe zuzunehmen scheinen, ist dieses Phänomen ziemlich selten. Laut Schreiner hätte die Krähenmutter einen ungewöhnlichen Ort für ihr Nest gewählt und die Scheu der Menschen verloren, weil es vermutlich von Passanten gefüttert wurde.
Verlassen Sie den Ort des Angriffs
Auch wenn die Attacken für die Betroffenen ein Schock sind, sind sie laut Wolfgang Kantner von „Birdlife“ meist harmlos. Um ihr Nest zu verteidigen, wollen die Eltern nur die Menschen erschrecken. Bei einem Angriff sei es wichtig, ruhig zu bleiben und das Tier nicht zu provozieren, sagte der Experte. „Das Opfer könnte auch seine Hände in die Luft strecken, damit die Krähe sie größer wahrnimmt und nicht auf ihre Köpfe zufliegt“, erklärt der Experte.
Danach müssen Sie den Ort des Angriffs verlassen. Je weiter Sie entfernt sind, desto weniger Krähen versuchen, ihre Nester zu verteidigen. Sobald die Krähen ihren Familienverband auflösen, lässt die Aggressivität der Tiere laut Schreiner wieder nach. Auch wenn Jungtiere ihre ersten Flugversuche unternehmen, werden sie von ihrer Mutter verteidigt. Insgesamt dauert die Lösungsphase laut Schreiner vier bis acht Wochen.
Angriff auf das Parlamentsgebäude
Aber nicht nur Menschen, sondern auch Gebäude wurden von Krähen angegriffen. Einige Krähen warfen Steine auf die neue Kuppel des Parlamentsgebäudes. Drei Glaselemente des Daches der Glaskuppel wurden beschädigt, weshalb zwei Scheiben ausgetauscht werden mussten. „Wahrscheinlich haben Krähen die Struktur der Kuppel getestet, um zu sehen, ob sie zum Aufbrechen von Nüssen geeignet ist“, sagte der Verhaltensbiologe Thomas Bugnyar.
Das Problem wurde nun behoben. Der Kiesstreifen, von dem die Vögel die Steine genommen haben, wurde entfernt. Bugnyar erklärte, dass die Krähen nicht hart arbeiten würden und nur die Steine in der Nähe aufsammeln würden. In Tokio wurden sogar Krähen beobachtet, die vorsätzlich Nüsse vor geparkte Autos fallen ließen.