Back to life (Festival): Endlich wieder Rocket im Ring und im Park

Back to life (Festival) Endlich wieder Rocket im Ring und im Park

03.06.2022, 17:35

Es war eine lange, schwere Dürre. Aber nach zwei Jahren Pandemie ist es endlich Zeit, wieder zu laufen. Die Zwillingsfestivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ sind zweifelsohne die Speerspitzen der Outdoor-Saison. An diesem Wochenende werden wieder mehr als 160.000 Besucher erwartet.

Rock- und Pop-Fans kommen diesen Sommer endlich wieder auf ihre Kosten. Zu Pfingsten starten nach zweijähriger pandemiebedingter Pause zwei große Festivals in Rheinland-Pfalz und Bayern. Die Klassiker „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ laufen vom 3. bis 5. Juni, je nach Festival sollen es mehr als 160.000 Menschen sein.

Die Donots um Sänger Ingo Knollmann (rechts) schlossen sich überraschend den Toten Hosen mit Leader Campino an.

(Foto: Bild Allianz / Eibner Pressefoto)

Das etwas größere Festival „Rock am Ring“ findet auf der Rennstrecke Nürburgring in der Westeifel in Rheinland-Pfalz statt. Die deutsche Alternative-Rock-Band Donots, die von Fans in leichter Sommerkleidung euphorisch begrüßt wurde, startete am Freitag und wurde bei ihrer Eröffnung von einem überraschenden Auftritt als Gast der Toten Hosen begleitet.

Während des ersten Konzerts rief Bandleader Ingo die Fans dazu auf, den ganzen Ort in die Luft zu sprengen. Das Partypublikum stimmte mit ein: Zehntausende Besucher sprangen auf den Asphalt. Später sollten Måneskin, die italienische Gewinnerband des Eurovision Song Contest 2021, und die amerikanischen Punkrocker Green Day auf der Hauptbühne der Rennbahn auftreten.

“Das Wetter ist gut”

Die Ring-Veranstalter sprachen mit 90.000 verkauften Wochenend-Tickets von einem Besucherrekord. Insgesamt rund 70 Bands werden am Sonntag auf drei Bühnen des Nürburgrings erwartet. „Die meisten Fans hungern nach Live-Events“, sagte ein Sprecher kürzlich.

Auch Besucher kommen zu Rock im Park.

(Foto: Bild Allianz / dpa)

Während sich am Freitagnachmittag die ersten Fans auf den Campingplätzen gemütlich machten, ihre ersten Drinks tranken und ins Warme tanzten, zeigte sich der Polizeisprecher optimistisch: „Es gab keine Probleme mit dem Ankunftsverkehr. Die Leute sind gut gelaunt. Wir sind sehr zufrieden das Wetter ist gut. “

Ein paar hundert Kilometer entfernt begann das Zwillingsfestival „Rock im Park“. Hier treten meist die gleichen Akte zu unterschiedlichen Zeiten auf. Die amerikanischen Bands Black Veil Brides und Daughtry betraten zuerst die Bühne. Rund 70.000 Besucher erwarteten die Veranstalter zu Bayerns größtem Musikevent. Von der Pandemie war wenig übrig geblieben: fast keine Masken, dafür noch mehr Hüte und Sonnenbrillen. „Die Leute wollen einfach“, sagt Sebastian von Regensburg.

Gesundheitsbehörden raten zur Vorsicht

Auch hier verliefen die Ankunft und die ersten Stunden relativ ruhig, teilte der Sicherheitsdienst mit. Am Freitagmorgen mussten die Helfer fast 200 Menschen versorgen, elf wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Obwohl das Wetter zunächst schön war, wurden Stürme mit Starkregen, Gewitter und Hagel vorhergesagt. „In der Vergangenheit hatten wir oft die Situation, dass Nürnberg von einem starken Sturm getroffen wurde, der durch das Gelände ‚Rock im Park‘ ging“, sagte Carolin Hilzinger von Argo Konzerte.

Vor der Bühne, hier bei „Rock am Ring“, passieren wieder viele Dinge.

(Foto: Bild Allianz / dpa)

Trotz einer entspannteren Kronenlage warnen die Gesundheitsbehörden. So empfiehlt der Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) bei „Rock am Ring“ Maskenpflicht in und unter Menschenmassen. Auch das Lüften von Autos und Zelten ist wichtig. Flaschen, Gläser, Tabakwaren, Wasserpfeifen und ähnliches sollten nicht geteilt werden.

Das 1985 gegründete Open-Air-Festival „Rock am Ring“ und der spätere Zusatz „Rock im Park“ sollen bis Sonntag Pfingsten mit weiteren Headlinern wie Muse und Volbeat die Fans begeistern.

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