Zugunglück in Bayern: Weitere Autoteile wurden entfernt

Bei dem Zugunglück am Freitagnachmittag entgleisten Teile des Zuges aus noch ungeklärter Ursache. Fünf Menschen wurden getötet und mehr als 40 verletzt. Auch im Zug nach München waren viele Schulkinder.

Unterdessen dauerten die Ermittlungen zur Unfallursache an. Die Soko „Zug“ arbeitet unter der Leitung der Staatsanwaltschaft München II und auch die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) ist an der Aufklärung der Ursachen beteiligt. Dies sei ein normales Vorgehen bei Zugunglücken, sagte die Bahnsprecherin.

Die Identifizierung der fünf Todesopfer wurde am Sonntag weitgehend abgeschlossen. Laut Polizei handelt es sich um drei Frauen im Alter von 32, 39 und 70 Jahren und nach bisherigen Erkenntnissen um eine im Alter von 51 Jahren. Das fünfte Opfer, das am Samstag geborgen wurde, ist ein Teenager. Auch die Polizei konnte alle Vermisstenfälle aufklären. Unmittelbar nach dem Unglück wurden zahlreiche Vermisste genannt.

Die Arbeiten an der Unfallstelle beeinträchtigen den Straßenverkehr, da die Umgebung der Unfallstelle abgesperrt ist. Die Deutsche Bahn hat zwischen Oberau und Garmisch-Partenkirchen einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auf der Hauptseite heißt es: “Von nicht unbedingt notwendigen Bahnfahrten im Raum Garmisch-Partenkirchen – Murnau raten wir ab.”

Die beiden Hauptkirchen planen für den 11. Juni in Garmisch-Partenkirchen einen Gedenkgottesdienst mit dem Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und dem evangelischen Landesbischof Christian Kopp. Ein Sprecher des Erzbistums München-Freising teilte am Montag mit, weitere Einzelheiten würden im Laufe der Woche bekannt gegeben.

Am Montagabend luden die katholische und die evangelische Kirche zu einem gemeinsamen ökumenischen Gebet in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Garmisch-Partenkirchen ein.

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