6. Juni 2022
© APA/APA/AFP/POOL/PATRICK PLEUL
Milliardär Elon Musk droht erneut mit Rückzug aus seiner 44-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Kurznachrichtendienstes Twitter. In einem am Montag veröffentlichten Schreiben seiner Anwälte hieß es, Twitter habe „eindeutig“ gegen seine Pflichten verstoßen. Musk behält sich daher alle Rechte vor, den Fusionsvertrag zu kündigen. Er will genaue Daten zum Anteil gefälschter Twitter-Accounts.
Der Chef des Elektroautobauers Tesla hatte bereits angekündigt, den Deal vorübergehend auf Eis zu legen, mit dem Argument, er wolle zunächst genaue Daten zum Anteil gefälschter Twitter-Accounts. Laut Kurznachrichtendienst sind es weniger als fünf Prozent, während Musk immerhin ein Fünftel der Nutzer ausmacht.
„Musk ist der Ansicht, dass Twitter sich eindeutig weigert, seinen Verpflichtungen aus dem Fusionsvertrag nachzukommen, was den Verdacht aufkommen lässt, dass das Unternehmen die angeforderten Daten aus Angst vor Musks Analyse dieser Erkenntnisse zurückhält“, heißt es in dem Schreiben seiner Anwälte. „Musk glaubt, dass das Unternehmen seine Informationsrechte aktiv verteidigt und vereitelt.“
Die Aktien von Twitter fielen nach Handelsbeginn um 4 %. Tesla-Aktien legten dagegen um mehr als zwei Prozent zu.