Mainz / Friedrichsdorf – Sie sind knallrot, zuckersüß, und doch will sie dieses Jahr kaum jemand haben: Hesse- und RLP-Erdbeeren.
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Das stürzt Landwirte in eine Krise und beunruhigt Verbände: „Angebote im Handel sind überhaupt nicht kostendeckend“, sagt Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband RüP Süd. Seine Kollegin Marie-Claire von Spee (Hessischer Bauernverband): „Im Großmarkt liegen die angebotenen Preise pro Schale teilweise unter 1 Euro.“ Folge: Unsere heimischen Bauern müssen das Obst hängen und verrotten lassen, billiger!
Grund für die Misere: billigere Erdbeeren aus dem Ausland, vor allem aus Spanien. Darüber hinaus überschwemmt auch die letzte Saison in den Niederlanden den Markt. Aber auch auf Erdbeeren haben die Kunden weniger Lust, eine Folge des teuren Energie- und Lebensmittelpreisschocks.
2021 hatten allein in Hessen 169 Betriebe auf einer Fläche von 1140 Hektar Erdbeeren angebaut und dabei gut 8460 Tonnen Erdbeeren geerntet, davon 5465 Tonnen im Freiland und 2995 Tonnen unter Alufolie.