Zeichen setzen in der Brandbekämpfung
St. Pölten (OTS) – Am 22. Tag der Bundesfeuerwehr am 4. Juni in St. Pölten wurde Robert Mayer, Leiter der Landesfeuerwehr Oberösterreich, zum neuen Obmann der Landesfeuerwehr gewählt. Nach einem Unentschieden im ersten Wahlgang fiel die Entscheidung im zweiten nur mit einem Vorsprung von nur fünf Stimmen. Robert Mayer vertritt damit die rund 350.000 Mitglieder der Österreichischen Bundesfeuerwehr (ÖBFV).
Zahlreiche Ehrengäste, darunter Innenminister Gerhard Karner, Staatssekretärin Claudia Plakolm für das Ehrenamt, Stephan Pernkopf, Landeshauptmann-Stellvertreter von Niederösterreich, Daniel Fellner, Bürgermeister von Kärnten, und Matthias Stadler, Bürgermeister von St. Pölten nahm an der Veranstaltung in der niederösterreichischen Landeshauptstadt teil.
Knapper hätte die Entscheidung der 99 anwesenden Delegierten (einer entschuldigt) für die Nachfolge des Feuerwehrvorsitzenden Albert Kern nicht ausfallen können. Robert Mayer wurde erst im zweiten Wahlgang gewählt, da es im ersten Wahlgang mit jeweils 49 Stimmen (und einer Nullstimme) ein Unentschieden gab.
Anschließend wählten die Delegierten auch die drei Vizepräsidenten wieder. DI Dr. Gerald Hillinger, Branddirektor der Berufsfeuerwehr Wien und Vizepräsident der Berufsfeuerwehr seit 2009, im Amt bestätigt und Ing. Neu ins Team berufen wurde Rudolf Robin, Kommandant der Kärntner Landesfeuerwehr. Nachdem Martin Boyer, Landesfeuerwehr-Stellvertreter Niederösterreich, seine Kandidatur zurückzog, wurde LBD Peter Hölzl, Landesfeuerwehr-Landeshauptmann Tirol, zum Vizepräsidenten der Landesfeuerwehr ernannt und anschließend von den Delegierten gewählt.
Der ehemalige Feuerwehrpräsident Albert Kern und die Vizepräsidenten der Feuerwehr Ing. Franz Humer, MSc und Armin Blutsch traten aus Altersgründen nicht mehr bei den Wahlen an. Alle drei wurden zu Ehrenmitgliedern des ÖBFV und zu Ehrenpräsidenten bzw. Ehrenvizepräsidenten ernannt.
Bundesinnenminister Gerhard Karner dankte der österreichischen Feuerwehr als „Leitfigur als ehrenamtlicher und hauptamtlicher Beamter“ und hob auch die gute „Zusammenarbeit zwischen Bund, Bund, „auf Landesebene, den Gemeinden“ hervor , den Städten. Hier müssen alle zusammenkommen, damit die Arbeit der Feuerwehren auch die kleineren Einheiten unterstützen kann. Das werden wir auch in Zukunft sehr konsequent tun.“
„Unser Land Österreich lebt davon, dass Menschen mehr als ihre Pflicht tun. Unsere Feuerwehrleute sind der lebende Beweis, sie sind das Markenzeichen in Sachen Freiwilligenarbeit in unserem Land. (…) Einer Ortsgemeinde etwas tun, wenn man sich nicht nur im Vorbeigehen grüßt (…) sondern sich auch im Feuerwehrhaus wiederfindet, das tut der Gemeinde und der Seele einer Gemeinde etwas. (…) Wir müssen unsere Anstrengungen fortsetzen, junge Menschen zu motivieren, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Staatssekretärin Claudia Plakolm in ihrer Begrüßungsrede, bevor sie sich für die Arbeit der Feuerwehrleute, insbesondere in der Jugendarbeit, bedankte.
Der größte Körper des ÖBFV
Jede Landesfeuerwehr und die sechs Berufsfeuerwehren entsenden alle fünf Jahre Delegierte zum Bundesfeuerwehrtag, der aus einem öffentlichen und einem nichtöffentlichen Teil besteht. Nach dem Bericht des scheidenden Feuerwehrpräsidenten Albert Kern über die vergangene 18. Amtszeit, die 2017 mit der Bestätigung von Kern und seinen drei Stellvertretern, den Vorsitzenden der Fachausschüsse der Freiwilligen Feuerwehr, der Betriebsfeuerwehr und Berufsfeuerwehr begann Auch Feuerwehren meldeten ihre Aktivitäten.
Im nichtöffentlichen Teil, der am Nachmittag des 4. Juni stattfand, nahmen die Delegierten des Bundesfeuerwehrtages den Wirtschaftsbericht einstimmig entgegen und wurden schließlich zum Präsidenten und den drei Vizepräsidenten des Verbandes der Österreichischen Bundesfeuerwehr gewählt.
Die großen Herausforderungen stehen bevor
Nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse dankte der neu gewählte Feuerwehrpräsident Robert Mayer den Delegierten und ihrem Vorgänger, dem Ehrenpräsidenten der Feuerwehr Albert Kern, bevor er zu den zukünftigen Herausforderungen in der 19. Amtsperiode Stellung nahm des ÖBFV: „Im Moment soll uns die Arbeit nehmen und für die nächste Zeit begleiten. Ich lade alle ein, sich gemeinsam für die österreichische Feuerwehr einzusetzen und den Weg zu bereiten. In Zeiten wie diesen haben wir alle Hände voll zu tun, um die Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Feuerwehrleute erwarten von uns Lösungen, sie erwarten von uns, dass wir ihnen ihre tägliche Arbeit ermöglichen. Darauf möchte ich mich konzentrieren.”
Der Präsident und die Vizepräsidenten auf einen Blick
Feuerwehrpräsident Robert Mayer, MSc
Robert Mayer kam 1989 zur FF Schwanenstadt, wo er bis heute seinem Beruf als Feuerwehrmann mit Leidenschaft nachgeht. Bereits vier Jahre nach seinem Eintritt wurde er Staffelkommandant und leitete dann zwölf Jahre lang als Kommandant die Geschicke seiner Feuerwehr. 2004 wurde er zum Kommandanten der Kreisfeuerwehr der 115 Feuerwehren des Kreises Vöcklabruck gewählt. Sein Engagement bei der Feuerwehr führte ihn 2011 zum stellvertretenden Kommandanten der Landesfeuerwehr, wo er mit der Ausbildungsleitung, der Landesfeuerwehrschule, dem Katastrophenschutz, dem Schutz, der Vorbeugung und dem Brandschutz betraut war. In dieser Zeit absolvierte er auch sein Studium an der Donau-Universität Krems (Brandschutzmanagement). Seit 2012 ist er Mitglied im Fachausschuss der Freiwilligen Feuerwehr des ÖBFV. Die Geschäftsführung der Oö. 2019 übernahm er den Landesfeuerwehrverband.
Vizepräsident der Feuerwehr DI Dr. Gerhard Hillinger
Gerald Hillinger ist in Salzburg geboren und aufgewachsen, studierte in den 1980er Jahren Technische Chemie an der Universität Wien und promovierte 1991. 1993 begann er mit der Offiziersausbildung bei der Feuerwehr Wien. Zehn Jahre später wurde er Abteilungsleiter der Brandschutzabteilung I (Hauptfeuerwache) und 2004 Leiter der Geschäftsgruppe Personal und Organisation der Berufsfeuerwehr Wien. Zwei Jahre später wurde er zum stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Wien und 2009 zum Leiter der Feuerwehr ernannt. Seitdem ist er als Vizepräsident der Österreichischen Bundesfeuerwehr, als Repräsentant der Berufsfeuerwehren, der Garant der Zusammenarbeit und Verständigung und des gegenseitigen Miteinanders der verschiedenen Feuerwehren.
Vizepräsident der Feuerwehr Ing. Rudolf Robin
Rudolf Robin ist seit 1984 aktives Mitglied seiner Ortsfeuerwehr in Köstendorf im Gailtal und fest in der Feuerwehr verankert. Der heute 55-Jährige diente von 1991 bis 1996 als stellvertretender Kommandant in Köstendorf und leitete von 1996 bis 2004 die Geschicke seiner Ortsfeuerwehr.
Von 1997 bis 2004 war er zudem Kommandant der Gemeindefeuerwehr der Gemeinde St. Stefan im Gailtal und wurde 2003 zum Kommandanten der Kreisfeuerwehr Hermagor gewählt. Auch Rudolf Robin ist ein begeisterter Wettkämpfer, so konnte er mit der Wettkampfgruppe der Feuerwehr Köstendorf sieben Mal den Landesmeister in den Kategorien Bronze und Silber stellen.
2015 wurde er zum stellvertretenden Kommandanten der Landesfeuerwehr gewählt. Seit Dezember 2016 ist der Landesfeuerwehrdirektor Ing. Rudolf Robin, leitet den Kärntner Landesfeuerwehrverband und ist verantwortlich für mehr als 24.000 Feuerwehrleute in 398 Freiwilligen Feuerwehren, 29 Betriebsfeuerwehren und einer Berufsfeuerwehr.
Beruflich ist der vereidigte Sachverständige als Bauingenieur in der Gemeinde Kötschach-Mauthen tätig.
Vizepräsident der Feuerwehr Ing. Peter Hölzl
Peter Hölzl ist seit 1974 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr des Bezirks Innsbruck-Land und bis heute aktiv. Dort arbeitete er als Kommandant und dann als Kommandant der Feuerwehrabteilung Lans. 2005 wurde Peter Hölzl zum Brandmeister des Bezirks Innsbruck-Land gewählt, seit 2008 ist er stellvertretender Leiter der Landesfeuerwehr. Im Oktober 2013 wurde er zum Landesfeuerwehrchef gewählt. Seit 2014 ist Peter Hölzl Vorsitzender des Fachausschusses Freiwillige Feuerwehr des ÖBFV.
Fragen und Kontakt:
Österreichischer Bundesfeuerwehrverband BR Andreas Rieger, MA Leiter Kommunikation 066488279831 andreas.rieger@feuerwehr.or.at www.bundesfeuerwehrverband.at