Vier Tote am Pfingstwochenende auf Österreichs Straßen

7.06.2022 09:59 (7.06.2022 10:10)

Dabei kamen drei Motorradfahrer und ein Autofahrer ums Leben. © APA/THEMENBILD

Am Pfingstwochenende, einschließlich Freitag bis Montag, sind in Österreich laut Verkehrsbilanz des Innenministeriums vier Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Drei der vier Toten waren Motorradfahrer. Insgesamt überrasche nach den erhobenen Daten der hohe Anteil an Unfällen mit Fahrrädern, Elektrofahrrädern, Mopeds und Motorrädern, sowohl Einzelunfällen als auch Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern, sagte er am Dienstag.

Tödliche Unfälle ereigneten sich in Salzburg, der Steiermark, Tirol und dem Burgenland. Ein 72-jähriger Mann war am Freitag aus unbekannter Ursache mit seinem Motorrad von der Straße abgekommen und in einen Straßengraben gestürzt. Im Krankenhaus erlag er seinen Verletzungen. Am Sonntag war ein 66-jähriger Motorradfahrer von der Schweiz nach Salzburg vermutlich aufgrund einer Unachtsamkeit auf einer Landstraße über den Bürgersteig und den grünen Fahrstreifen emporgestiegen, bevor er gegen hölzerne Wegweiser prallte. Der Mann starb noch am Unfallort.

Am Montag kollidierte ein 35-jähriger deutscher Autofahrer in Tirol mit einem sich nähernden Auto, als er auf einer Bundesstraße unterwegs war. Die beiden Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Der 35-jährige Mann wurde getötet. Am Montagabend ist auf einem unbeschränkten Bahnübergang im Burgenland ein Zug in ein Auto gefahren, das von einem 53-jährigen Mann gefahren wird. Das Auto wurde gegen einen Oberleitungsmast geschleudert, der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Rechnet man laut Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) die vorläufige Bilanz mit vier Toten in die bisherige Jahresstatistik ein: „Das bedeutet das drittniedrigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Innenministerium 1967“. Eine Person starb am langen Wochenende im vergangenen Jahr und zwei Menschen im Jahr 2020. Dies war die bisher niedrigste Zahl an Opfern. In den bisher schlimmsten Jahren 1979 und 1984 gab es 45 bzw. 44 Todesfälle.

Das Verkehrsaufkommen am Pfingstwochenende war allgemein sehr hoch und führte nach Angaben des Innenministeriums zu massiven Staus auf dem Bundes- und hochrangigen Straßennetz, insbesondere auf den Verkehrswegen Salzburg und Tirol aufgrund des erhöhten Reiseverkehrs . und Ausflugsverkehr. Hinzu kommen Verzögerungen in Mautabschnitten und Baustellen sowie Wartezeiten durch Grenzkontrollen.

Die angekündigten verstärkten Polizeikontrollen wurden das ganze lange Wochenende hindurch durchgeführt. Neben den Hauptverkehrsrouten wurden auch Unfallrouten, beliebte Ausflugsrouten sowie der Nah- und Freizeitverkehr in den Mittelpunkt gestellt.

Dazu kamen vorrangig Polizeieinsätze gegen Raser, Alkohol und Drogen und die Tuning-/Roadrunner-Szene. „Die Polizei hat am Pfingstwochenende zu diversen Verkehrssicherungsmaßnahmen beigetragen. Kontrollen aller Art sind Voraussetzung für die Sicherheit auf Österreichs Straßen“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Seit Jahresbeginn (1. Jänner bis 6. Juni) gab es nach vorläufigen Daten 153 Verkehrstote auf dem österreichischen Straßennetz. Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 117, 2020 124, 2019 153 und 2018 166 Todesfälle.

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