von. – 06.07.2022 12:25 (akt. 06.07.2022 15:41)
Wassyl Chymynez erklärte, dass die Ukraine ein österreichisches Ja zum EU-Kandidatenstatus erwarte. © APA / TOBIAS STEINMAURER (Symbolbild)
Der ukrainische Botschafter in Wien, Vasyl Chymynets, sagte, die Ukraine erwarte, dass die österreichische Regierung den Kandidatenstatus für den nächsten EU-Rat unterstützt.
Im Moment handelt es sich um diese Bedingung des Beitrittskandidaten, der Prozess des Beitritts zur EU selbst wird langwierig sein, hat betont. Die Ukraine ist sich bewusst, dass es sich nicht um ein dringendes Verfahren handelt.
Besonders wichtig ist die Gewährung des EU-Kandidatenstatus
Gleichzeitig begrüßte Chymynez die Äußerungen von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP), der am Sonntag eine „starke, unabhängige und wirtschaftlich erfolgreiche Ukraine“ forderte. Dieses Ziel kann nur auf der Grundlage eines Prozesses der europäischen Integration erreicht werden. „Ein logischer erster Schritt in diesem Kontext von enormer strategischer Bedeutung ist die Gewährung des EU-Kandidatenstatus“, sagte er. Österreichs diesbezügliche Unterstützung wäre nichts weiter als eine logische Schlussfolgerung im Sinne der Aussagen von Vertretern der Bundesregierung, die die Ukraine immer wieder als Teil Europas bezeichnet haben.
Die Ukrainer erwarten den EU-Kandidatenstatus
„Alles andere als die Gewährung des Kandidatenstatus würde die Hoffnungen der Ukrainer zerstören, die seit mehr als 100 Tagen gegen die russische Aggression und auf eine freie Zukunft im Land und auf Sicherheit in Europa, auf europäische Freiheit und europäische Werte kämpfen“, so der Botschafter sagte. und schrieb, dass 91 Prozent der ukrainischen Bevölkerung die EU-Mitgliedschaft begrüße.
Die EU ist zum wichtigsten Handelspartner der Ukraine geworden
Die Ablehnung dieses Status wäre auch ein Ansporn für Putin, den “Vernichtungskrieg gegen das ukrainische Volk” fortzusetzen und auch Europa zu schwächen. Die strategische Unschärfe der EU in der Frage der EU-Perspektive der Ukraine sei einer der Gründe für die russische Aggression gegen die Ukraine, erklärte Chymynets, die bereits zu einer starken Integration in den EU-Binnenmarkt geführt habe. „Bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung der vertieften und umfassenden Freihandelszone haben die EU zum größten Handelspartner der Ukraine gemacht, auf die 40 Prozent des Außenhandels entfallen“, sagte er.