Russische Computerexperten der Deutschen Bank ziehen nach Berlin

Stand: 07.06.2022 12:13 Uhr

Medienberichten zufolge hat die Deutsche Bank Hunderte ihrer russischen IT-Mitarbeiter dazu überredet, nach Deutschland zu ziehen. Sie müssen den Bau des neuen Technologiezentrums in Berlin unterstützen.

Medienberichten zufolge holt die Deutsche Bank viele ihrer Computerexperten aus dem ehemaligen russischen Technologiezentrum, das auf die Standorte St. Petersburg und Moskau verteilt ist, in ihr neues Rechenzentrum nach Berlin. Hunderte russische IT-Mitarbeiter seien bereits in das neue Technologiezentrum der Bank in Berlin gezogen, berichteten das Handelsblatt, die Financial Times und die Nachrichtenagentur Reuters.

Deutschlands größtes Finanzinstitut hat Berichten zufolge rund 1.500 Mitarbeitern in seinem russischen Rechenzentrum in Deutschland angeboten. Laut Financial Times sind bereits durchschnittlich dreistellige Mitarbeiterzahlen „leise“ und „mit ihren Familien“ in das im Bau befindliche Technologiezentrum der Bank in Berlin gezogen.

Die Bank äußerte sich nicht zu den Berichten. Er kündigte jedoch an, “in Berlin ein neues Technologiezentrum zu bauen”. Die dortigen Mitarbeiter sollen „hauptsächlich Anwendungen für das Investmentbanking und das Firmenkundengeschäft entwickeln und neue Technologien in diesen Bereichen integrieren“. Damit wird Gerrit Einhoff in seiner Funktion als IT-Leiter Corporate Banking und Investment Banking das Berlin Technology Center leiten.

Unverzichtbares Know-how für das Investment Banking

Laut Handelsblatt entwickeln und warten russische Mitarbeiter Software, die in der großen Investmentbanking-Sparte des Instituts zum Einsatz kommt. Dann wird ein kleinerer Teil der Mitarbeiter Systeme für den Firmenkundenbereich der Bank betreuen.

Offenbar ist der Bank das Risiko zu groß geworden, das Technologiezentrum in Russland zu schließen und viel Mitarbeiterwissen zu verlieren. Anfang März gab die Deutsche Bank bekannt, dass sie die operativen Risiken einer möglichen Schließung des Technologiezentrums in Russland als „sehr begrenzt“ einschätzt. In Bezug auf das Technologiezentrum in Russland heißt es jedoch im Zwischenbericht zum ersten Quartal: „Wir laufen Gefahr, dass unsere Fähigkeit, diese technologischen Ressourcen zu nutzen, beschädigt wird oder verloren geht.“

Die Optionen für das russische Rechenzentrum werden geprüft

Die Financial Times zitiert einen Computerdirektor mit den Worten, man solle weiter nach “Optionen” für das russische Rechenzentrum suchen. Allerdings nahm die Hälfte der Mitarbeiter dann das Angebot an, nach Deutschland zu wechseln. Insgesamt würden etwa 2.000 Menschen nach Berlin ziehen. Bei der Bank kümmert sich ein Team von 50 Mitarbeitern um die Überwachung der Überweisungen.

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