Twitter Deutschland blockiert Sachslehners Tweet

Am Wochenende sorgte ein Tweet von ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner für Kritik: In Deutschland blockierte Twitter die Kurznachricht.

„Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits 16.000 Asylanträge gestellt. Die überwiegende Mehrheit der Asylsuchenden stammt aus Afghanistan und Syrien. Damit leidet Österreich pro Kopf an zweiter Stelle bei Asylanträgen in der EU“, twitterte Laura Sachslehner. Generalsekretär der ÖVP, Pfingstsonntag. Vor allem das „Leiden“ Österreichs provozierte harsche Kritik, unter anderem vom grünen Koalitionspartner.

Blockierter Tweet


Obwohl der Tweet in Österreich noch verfügbar ist, scheint er im benachbarten Deutschland von Twitter blockiert worden zu sein. Twitter führte zu lokalen Gesetzen in Deutschland.

Grundlage von Sachslehners Tweet war ein Bericht der APA vom Sonntag, der die Asylzahlen für das erste Drittel des Jahres präsentierte. Die Steigerung gegenüber 2021 beträgt 138 Prozent. Die meisten Asylbewerber kommen aus Afghanistan und Syrien. Von Januar bis April 2022 stellten 16.000 Menschen einen Asylantrag.


ÖVP-Linie


Sachslehner nutzte dies, um über die sozialen Medien die bekannte Linie der ÖVP zu verkünden und zu verbreiten, dass es eines besseren Schutzes der EU-Außengrenzen bedarf und ukrainische Flüchtlinge nicht mit denen in Syrien und den Afghanen zu vergleichen seien.


Die Emotion rührte von seiner Verwendung des Begriffs „Leiden“ her. Grünen-Vizeklubdirektorin Meri Disoski sprach in ihrer Antwort von “peinlich” und sagte, Österreich leide unter Politikern, die auf dem Rücken der Schutzsuchenden kleine politische Veränderungen eintauschen wollten.


Der Abgeordnete Lukas Hammer litt nach eigenen Angaben „mit so viel Menschenverachtung in einem Tweet“ und Bundespräsident und Rechtsanwalt Georg Bürstmayr sagte: „Nein, Österreich leidet nicht. Unser Land nimmt (eigentlich ganz) #Flüchtlinge auf und gewährt ihnen den Schutz, den sie verdienen“. All diese Debatten fanden auf der Plattform Twitter statt und wurden dann mehr oder weniger von den Zeitungen aufgegriffen.

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