Liga der Nationen
Neben einem Stromausfall, der den Spielbeginn um 90 Minuten verzögerte, verursachte das Spiel der Österreichischen Liga gegen Dänemark (1:2) auch ein tiefes Loch im Spielfeld des Ernst-Happel-Stadions. Am Dienstag versuchte der ÖFB in Zusammenarbeit mit der Stadionverwaltung, das Rennen wieder sicher zu machen. Der Verband zeigte sich zuversichtlich, dass die Probleme mit dem Heimspiel am Freitag (20.45 Uhr, live auf ORF1) gegen Weltmeister Frankreich gelöst werden.
08.06.2022 10.12
Online ab heute, 10.12 Uhr
Der dänische Stürmer Andreas Skov Olsen entdeckte nach dem Schlusspfiff das Loch im Mittelkreis. Fernsehaufnahmen zeigten, wie die Hälfte seines Beins verschwand. Grund könnte sein, dass in Folge des Unwetters von Sonntagnacht auf Montag der Grundwasserspiegel durch die nahe Donau stark angestiegen war. ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold sagte gegenüber Reportern, dass von unten Wasser auf die Spielfläche drücke. “Dadurch hat sich offensichtlich ein Hohlraum gebildet, der in diesem Loch gelandet ist.”
Daraufhin besichtigte die Stadionverwaltung am Dienstag zusammen mit einem deutschen Rasenspezialisten das Feld. Weitere mögliche Hohlräume sollen laut Neuhold mit einem „speziellen röntgenähnlichen Gerät“ aufgespürt werden. “Ob hier mehr Gefahr besteht, können wir nicht sagen. Was wir sagen können ist, dass wir präventiv alles versuchen.” Laut dem Generaldirektor des ÖFB soll die Analyse am Mittwoch enden.
Ein Loch im Gras hält den ÖFB auf Trab
Neben einem Stromausfall, der den Spielbeginn um 90 Minuten verzögerte, sorgte auch Österreichs Länderspiel gegen Dänemark (1:2) in der Nacht von Montag auf Dienstag für Aufregung im Ernst-Happel-Stadion. Als wahrscheinliche Ursache gab der ÖFB die starken Regenfälle von Sonntagnacht auf Montag in Wien an.
Weitere Rasenflächen sind vorhanden
Zusätzliche 1.000 Quadratmeter Rasen sollen laut Neuhold dafür sorgen, dass die Deckschicht bei weiterem Bruch schnell ausgetauscht werden kann. Das Loch selbst wurde ebenfalls bearbeitet. Zudem werde der Untergrund mit einer Walze weiter verdichtet, so Neuhold. “Dies könnte zu visuellen Problemen auf dem Rasen führen.” Über allem steht jedoch die Gesundheit des Spielers.
Für Mittwochabend sind ein Treffen und ein Videoanruf mit der UEFA geplant, um alle beteiligten Organisationen vor dem Spiel gegen Frankreich auf den neuesten Stand zu bringen. Die Donnerstage und Freitage sollen genutzt werden, um bestmögliche Bedingungen für das Spiel zu schaffen, bei möglichst geringem Restrisiko. „Aber es kann immer wieder Szenarien geben, die zu einer Absage führen“, sagte Neuhold.
Auch der elektrische Ausfall wurde analysiert
Bestes Beispiel war der Stromausfall am Montagabend. Wären die Scheinwerfer nicht angeschaltet worden, wäre das Treffen des Völkerbundes mit Dänemark auf Dienstagnachmittag verschoben worden, so Neuhold. Auch die Gründe für diesen Ausfall wurden am Dienstag diskutiert, vor allem weil das Stadion nach Angaben des ÖFB eigentlich über ein Notstromaggregat verfügt, das für den Betrieb der Projektoren ausreichen sollte. Aber das hat nicht so geklappt wie erwartet.
Im Stadion war es nie ganz dunkel. Einige Schaltungen arbeiteten weiter. Eine Erklärung, so Neuhold, sei, dass das Stadion mit unterschiedlichen Energiequellen betrieben werde. Allerdings ist auch hier solide technische Erfahrung gefragt. “Wir müssen uns die Zeit nehmen, die Fakten zu sammeln.” Das Risiko eines erneuten Ausfalls soll minimiert werden, zumal im voll besetzten Prateroval im Gegensatz zu den 18.700 Zuschauern gegen Dänemark am Freitag mehr als 48.000 Zuschauer erwartet werden.