Sozialarbeit nach kinderärztlicher Verordnung

Die Gesundheit

Auch ein Pilotprojekt, das in fünf Gemeinschaftspraxen in Wien durchgeführt wurde oder wird, befasst sich mit medizinischer Hilfe bei nicht-medizinischen Problemen. Nun ist es auch für Kinderärzte möglich, eine Sozialrezeptur anzubieten.

19.10.2022 06.10

Online ab heute, 6.10 Uhr

Wien ist eine der Modellregionen für Sozialverordnungen. Ab Juni 2021 gibt es Pilotprojekte in Gemeinschaftspraxen. Die ersten Ergebnisse und Erkenntnisse liegen nun vor. Ab sofort können sich auch Kinderarztpraxen für das Förderprogramm bewerben. Er ist mit 540.000 Euro dotiert. Anträge können bis 6. November auf der Website von Gesundheit Österreich eingereicht werden. Der neue Ansatz für Kinderärzte startet im Februar nächsten Jahres. Das Projekt dauert bis Juli 2024.

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Bewährter Ansatz zur Fortsetzung

An dem ersten Pilotprojekt waren fünf Gemeinschaftspraxen beteiligt: ​​AmberMed, das Menschen ohne Versicherung betreut, die Allgemeinärztliche Gemeinschaftssprechstunde Ouhadi/Pilz, das Hausarztzentrum Medizin Mariahilf, das Neunerhaus, das Menschen ohne Wohnung und Wohnung betreut und betreut ohne. Krankenkassen und die Praxis des Teams Breitenecker, die unter anderem gesunde ältere Menschen mit HIV und Transgender-Menschen betreut.

Am zweiten Förderprogramm nehmen nun drei Praxen in Wien teil: Neben einer im 15. Bezirk und dem Neuner Haus gibt es auch das Amber Med Arrangement für Menschen ohne Versicherung. Dort heißt es, die Erbringung von Sozialer Arbeit auf Rezept habe sich bewährt und werde fortgeführt.

Erfahrungen der ersten Programme

Die Einschätzung von Gesundheit Austria besagt, dass Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen ohne Versicherung, Alleinstehende und insbesondere ältere Menschen von der Sozialverordnung Gebrauch gemacht haben. Auf diese Weise würden insbesondere sozial benachteiligte Gruppen erreicht. Damit kann das Programm zur Chancengleichheit beitragen. 85 Prozent der Patienten konnten entsprechend überwiesen werden.

Die häufigsten Vermittlungsgründe sind demnach undefinierte soziale und emotionale Bedürfnisse, der Bedarf an Gesundheitsförderung und Prävention, fehlende soziale Absicherung und Zeichen der Überforderung. Die häufigsten Ressourcen der Betroffenen sind die eigene Gesundheit, das soziale Netzwerk und die Gesundheit ihrer Angehörigen. Die eigene psychosoziale Gesundheits- und Wohnsituation stellen die größten Belastungen dar, überraschenderweise empfehlen fast 100 Prozent der Patienten die Sozialverordnung weiter.

Ansatz zur Hilfe bei nicht-medizinischen Problemen

Laut Gesundheit Österreich ist Social Prescribing ein innovativer Ansatz, um systematisch auf nicht-medizinische gesundheitsbezogene Bedürfnisse und Anforderungen einzugehen. Hausärztliche Berufsgruppen werden sensibilisiert, auf diese Bedürfnisse einzugehen und Patienten ggf. an einen Facharzt zu verweisen, der die Bedürfnisse und Ressourcen des Patienten herausarbeitet und an entsprechende regionale Angebote weiterleitet.

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