Das EU-Parlament will den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 verbieten Eine Mehrheit der Abgeordneten hat am Mittwoch in Straßburg dafür gestimmt, dass Hersteller nur Autos und Transporter auf den Markt bringen dürfen, die keine Abgase ausstoßen ab Mitte des nächsten Jahrzehnts. Bevor diese Verordnung in Kraft treten kann, muss das Parlament noch mit den EU-Staaten verhandeln.
Ende des Monats wollen die EU-Staaten ihre Position zu einem Verkaufsverbot für Benzin- und Dieselautos festlegen. Gleichzeitig müssen die beiden EU-Institutionen noch einen Kompromiss finden, damit er in Kraft treten kann. Deutschland hat sich bereits auf das Erscheinungsdatum 2035 festgelegt.
Autohersteller hören auf zu verkaufen
Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow im November forderten mehrere große Autohersteller, darunter Mercedes und Ford, ab 2035 ein Verkaufsverbot für Verbrennungsmotoren auf wichtigen Märkten.
Die Abgeordneten argumentierten auch, dass klimafreundliche synthetische Kraftstoffe nicht angerechnet werden könnten. Damit könnte ein klassischer Verbrennungsmotor klimaneutral laufen. Kritiker befürchten jedoch, dass es für die Luft- und Schifffahrt bereits zu wenige gibt, die weniger einfach elektrisch zu nutzen sind als Pkw oder Transporter.
Der Gesetzentwurf ist Teil des EU-Klimapakets „Fit for 55“, das die Schadstoffemissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 reduzieren und bis 2050 Klimaneutralität erreichen will. (apa)