Russland und North Stream 2: Schwesig sagt, die Wartung der Pipeline sei ein „Fehler“

Russland und Nord Stream 2 Schwesig fordern, in einem „Pipeline-Fehler“ zu bleiben

08.06.2022, 17:15

Die Kritik an Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig hält wegen ihrer pro-russischen Haltung in der Vergangenheit an. Fehler und Irrtümer räumt er nun ein, auch in Bezug auf die umstrittene Klimastiftung. Aber sie nennt den Vorwurf “absurd”.

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hat Fehler im Umgang mit Russland eingeräumt. „Wir und ich dachten, dass ein Dialog die Dinge zum Besseren verändern könnte. Leider war das in diesem Fall ein Fehler“, sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit der Zeit. Sie können verstehen, dass sein langjähriges Engagement für die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 heute auf Kritik stößt. „Das sehe ich heute auch kritisch“, sagt Schwesig. Aus heutiger Sicht sei „das Festhalten an Nord Stream 2 ein Fehler gewesen“. “Einschließlich der Schaffung der Grundlage, die die Fertigstellung der Pipeline ermöglichen sollte. Mit dem Wissen, was ich heute weiß, würde ich diese Entscheidung nicht treffen.”

Schwesig räumt im Gespräch ein, dass in den vergangenen Jahren viele vor der Aggressivität der russischen Außenpolitik wie dem Einmarsch in die Ostukraine und dem Angriff auf Oppositionsführer Nawalny gewarnt hätten, sie aber an guten Beziehungen zu Russland interessiert geblieben sei. Putin hat die deutsche Außenpolitik immer zu Recht kritisiert. “Gleichzeitig war es nicht nur meine Linie. Reden Sie weiter. Das war auch die Politik der Kanzlerin.” Angela Merkel hat sich immer bemüht, Gespräche über Russland nicht abzubrechen. „Deshalb finde ich Kritik an ihr unfair“, sagt Schwesig.

Schwesig beklagte im Interview, dass viele Entscheidungsbeteiligte so tun, “als wären sie nie dabei gewesen”. Er protestierte gegen Vorwürfe, er sei von der russischen Staatsfirma Gazprom in die Luft gesprengt worden. Während des Baus der Pipeline gab es einen Austausch zwischen der Landesregierung und Nord Stream. Allerdings: “Auf diesen einen, der ständig beeinflusst wurde, aufzubauen, ist absurd.”

Schwesig ist seit 2017 Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Von 2009 bis 2019 war sie Bundesvizepräsidentin der SPD.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *