Neues Problem bei Martin Hinteregger: Haben Sie es mit einem Rechtsextremisten zu tun?

Um Martin Hinteregger herrscht keine Ruhe. Nun ist bekannt, dass der Eintracht-Verteidiger mit anerkanntem Recht in Österreich an der Ausrichtung eines Fußballturniers arbeitet.

Ein gemütliches kleines Fußballfest für Fans und Freunde sollte es werden: der Hinti Cup im österreichischen Sirnitz mit Live-Bands und einem von Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger organisierten Fußballturnier. „Vom 16. bis 19. Juni 2022 werden wir meine 2 Welten, meine 2 Herzen in Sirnitz feiern und wir alle ein ungezwungenes und beispielloses Wochenende verbringen, das dem Fußball, der besten Musik und der internationalen Solidarität gewidmet ist“, schreibt Hinteregger auf der Event-Website.

Das Wochenende in der Heimat von Hinteregger wird wohl nicht besonders entspannt, aber der Hinti Cup wird Hinteregger die nächsten Probleme bringen. Wie die Recherche des österreichischen Journalisten Michael Bonvalot zeigt, hat Hinteregger einen unangenehmen Geschäftspartner, wenn es um die Organisation des Pokals geht: Heinrich Sickl, ebenfalls aus Sirnitz, den Bonvalot als „bekanntes Gesicht in der Szene der österreichischen Rechten“ bezeichnet.

Spenden an die Identitätsbewegung

Sickl soll seit seiner Jugend Verbindungen zum rechtsextremen Medium gehabt haben. Der ehemalige Grazer FPÖ-Bürgermeister war den Ermittlungen zufolge in den vergangenen Jahren ein Unterstützer der neuen rechten Identitätsbewegung.

Sickl soll als Präsident des Freiheitlichen Akademikerverbandes gemeinsam mit dem rechtsextremen “Institut für Staatspolitik” von Götz Kubitschek, einer zentralen Figur der Neuen Rechten, Veranstaltungen organisiert haben.

Gründer der “Hinti Event GmbH”

Inwieweit Hinteregger von Sickls Haltung weiß, ist noch unklar. Aber sie sind immer Geschäftspartner. Laut Bonvalot gründeten Hinteregger, Sickl und ein Gastronom als drei gleichberechtigte Partner die „Hinti Event GmbH“, die jeweils 12.000 Euro beisteuerten. Auch Sickl war bis Donnerstagvormittag auf der Pokal-Homepage als Pressekontakt gelistet, wurde später aber ausgewechselt.

Im Rahmen des Cups finden auch mehrere Konzerte auf dem Schloss seiner Familie statt. Besitzerin des Schlosses ist Sickls Mutter Elisabeth, eine ehemalige Bundesministerin der rechtspopulistischen FPÖ. Bonvalot weist auch darauf hin, dass Sirnitz weniger als 300 Einwohner hat. „Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Hinteregger nicht zumindest eine Vorstellung davon hat, für wen er arbeitet“, sagte Bonvalot.

Es liegen noch keine Aussagen vor

Hinteregger selbst hat sich zu den Ergebnissen von Bonvalots Recherchen noch nicht geäußert. Eintracht Frankfurt kündigte an, eine Idee zu haben und sich dann zu äußern. Auf Anfrage von hr-sport gab es von Sickl keine Aussage.

Diese: hessenschau.de

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