Falsche Accounts: Twitter gibt Informationen zu Übernahmegesuchen von Elon Musk

Gepostet am 9. Juni 2022, 4:52 Uhr

Der Vorstand von Twitter will einem Medienbericht zufolge Auskunftsersuchen des Technologie-Milliardärs Elon Musk nachkommen. Laut Twitter-CEO Parag Agrawal sind weniger als 5 Prozent der aktiven Twitter-Konten Roboter.

Twitter scheint mit Rückzug aus dem Verkauf gedroht zu haben – der Vorstand des Kurznachrichtendienstes will die Fake-Accounts entlarven.

REUTERS

Twitter werde Musk in Kürze mit detaillierten Daten versorgen, die Aufschluss über die Zahl der Fake-Accounts bei dem Kurznachrichtendienst geben, berichtete die Washington Post am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise. Musk hatte Twitter ein 44-Milliarden-Dollar-Übernahmeangebot unterbreitet, zuletzt aber damit gedroht, das Angebot zurückzuziehen.

Musk sagte am Montag, dass Twitter „eindeutig“ gegen seine „Verpflichtungen aus dem Fusionsvertrag“ verstoßen habe. Das Unternehmen habe sich „aktiv“ gegen Auskunftsersuchen über gefälschte Online-Konten gewehrt. Er sieht darin einen klaren Verstoß gegen die Pflichten aus seinem Übernahmeangebot.

Weniger als fünf Prozent der aktiven Accounts sollen gefälscht sein

Musk macht die 1-Milliarde-Dollar-Akquisition von der Zahl der Spam- oder Fake-Accounts bei dem Kurznachrichtendienst abhängig. Das sind die sogenannten Bots: Computerprogramme, die über Algorithmen mit den Nutzern interagieren und dabei vorgeben, echte Menschen zu sein. Laut Twitter-CEO Parag Agrawal sind weniger als 5 Prozent der aktiven Twitter-Konten Roboter.

Die von der Plattform verwendete Methode zur Erfassung dieser gefälschten Konten sei jedoch nicht „angemessen“, sagte Musk. Er musste seine „eigene Analyse“ machen. Einige Experten sehen in Musks Fragen zu Robotern eine Möglichkeit, sich auf ihren vorzeitigen Ausstieg aus dem Twitter-Deal vorzubereiten oder den Kaufpreis zu drücken.

(AFP/sys)

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