Aktualisiert am 9. Juni 2022 | 16:52
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Der Fahrer tötete eine Frau und verletzte 14 Menschen
Foto: APA/dpa/Reuters
Die Staatsanwaltschaft geht von einer vorsätzlichen Empörung in Berlin aus, weist aber einen terroristischen Hintergrund zurück. Vielmehr gebe es bei dem mutmaßlichen Täter, einem 29-jährigen Deutsch-Armenier, Anzeichen einer paranoiden Schizophrenie, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Sebastian Büchner am Donnerstag. Bei dem Unfall am Mittwochmorgen in der Nähe des Kurfürstendamms wurde ein Mensch getötet und 29 verletzt.
Der zehnte Lehrer einer Schule im hessischen Bad Arolsen ist gestorben. Unter den Verletzten waren laut Polizei 14 Schüler, darunter sieben und ein schwer verletzter Lehrer. Laut Büchner war am Donnerstag keiner der Schüler in Lebensgefahr, während der Lehrer weiter bis zum Tod kämpfte. Laut Polizei wurden auch 14 Passanten verletzt.
Der mutmaßliche Täter erhielt 2015 die deutsche Staatsbürgerschaft, wie die Berliner Innensenatorin Iris Spranger mitteilte. Der Mann war der Polizei unter anderem wegen Körperverletzung und Einbruchs bekannt. Der genaue Grund für die Kollision ist noch unbekannt. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sagte gegenüber RBB Inforadio, es handele sich um die „Amoktat eines Menschen mit schwerer geistiger Behinderung“.
Der 29-Jährige fuhr mit seinem Auto in der Nähe des Kurfürstendamms gegen eine Menschenmenge und erwischte die Studentengruppe. Laut Polizei war der Mann auf dem Bürgersteig unterwegs und hielt mit seinem Kleinwagen erst in einem Schaufenster an. Der in Berlin lebende Mann traf zunächst Fluchtvorbereitungen, wurde jedoch von Passanten aufgehalten und anschließend freigelassen.
Am Donnerstag waren 17 der Schüler nach Hause zurückgekehrt, einige mit ihren Eltern. Sie wurden psychologisch betreut. An der Schule Bad Arolsen wurden Blumen und Kerzen aufgestellt.
Am Nachmittag soll über die Untersuchungshaft entschieden werden.