Rücktritt von Sommaruga: Wasserfallen erwägt nun eine Kandidatur für den Bundesrat

Der Grüne Bernhard Pulver will ein Berner Ständerat werden

Kandidat Wasserfallen nun für den Bundesrat?

Der ehemalige Berner Regierungsrat Bernhard Pulver will in den Ständerat der Grünen wechseln. Das macht SP-Ehefrau Flavia Wasserfallen gefährliche Konkurrenz. Das könnte sie dazu bewegen, für den Bundesrat zu kandidieren.

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Grüner Bernhard Pulver, langjähriger Erziehungsdirektor des Kantons Bern, will Ständerat werden.

Der ehemalige Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (57) will Ständerat werden. Das teilten die Grünen im Kanton Bern am Donnerstag mit. Pulver war von 2006 bis 2018 Mitglied des Berner Regierungsrates und gilt als einer der beliebtesten Politiker des Kantons Bern.

Und das macht ihn zu einem gefährlichen Konkurrenten für SP-Kronfavoritin Flavia Wasserfallen (43). Sie wurde von der Partei nominiert, um den Sitz des scheidenden Hans Stöckli (70) zu verteidigen.

Kaskaden berücksichtigt

Die Kandidatur von Pulver schmälert die Chancen von Wasserfallen erheblich. Die grosse Frage ist deshalb, ob er seine Kandidatur zurückzieht und ins Rennen um den Bundesrat geht. Denn nach dem Rücktritt von Simonetta Sommaruga (62) am Mittwoch gibt es plötzlich eine weitere Stelle zu besetzen.

Wasserfallen sagte der Nachrichtenagentur SDA, er erwäge, für den Bundesrat zu kandidieren, wolle aber zuerst mit seiner Familie und seiner Partei sprechen.

Heißes Rennen um den Ständerat

Die beiden Sitze im Ständerat in Bern sind erneut stark nachgefragt. Die FDP wird mit der Großen Stadträtin Sandra Hess vorgestellt, die Mitte wird von Nationalrat Lorenz Hess berufen. Auch die Grünliberalen und die EVP werden voraussichtlich kandidieren.

Pulver, heute Vorsitzender der Inselspitalgruppe, sagte, er wolle helfen, praktikable Lösungen für die grossen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Dringend notwendig seien “Strategien gegen die Erderwärmung, die globale Bedrohung der Demokratie und zur Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts”. (sf/SDA)

Mehr Informationen zu den Bundesratswahlen vom 7. Dezember

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