So erfährt die Gemeinschaft körperliche Scham
“Ich habe mich nicht mehr getraut ins Fitnessstudio zu gehen”
Sommerliche Temperaturen spiegeln sich auch im Schrank wieder; In dieser Jahreszeit zeigt sich oft mehr Haut. Unangemessene Kommentare sind leider keine Ausnahme. Das sind die Erfahrungen der Gemeinschaft mit körperlicher Scham.
Veröffentlichung: 15.45 Uhr
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Aktualisiert: vor 58 Minuten
Wir alle wissen, dass böse Kommentare über den Körper eines anderen unangemessen und extrem schlecht sind. Und doch passiert es immer wieder. Aufgrund eines klar definierten Schönheitsideals fällt es vielen Menschen schwer, mit ihrem Körper zufrieden zu sein, besonders wenn sie ihre Sprüche in die Umwelt fallen lassen.
Regelmäßige Bewegung hat viele Vorteile und hält auch Ihre Figur in Form. Das hat sich auch dieser Leser zu Herzen genommen, der lieber anonym bleiben möchte. Und genau an diesem Ort, wo man an seiner Gesundheit arbeiten kann, wurde man Opfer körperlicher Scham. „Als ich in der Umkleidekabine duschen wollte, hörte ich, wie sich zwei andere Männer über mich lustig machten. „Schau dir diesen riesigen Arsch an!“, sagten sie.
„Der Sommer ist für mich eine Qual“
Jeder genießt den Sommer, könnte man meinen. Leser Mario I.* freut sich immer auf die Staffel. „Ich hasse den Sommer. Ich wünschte, ich könnte mein T-Shirt ausziehen, in der Sonne liegen und das Leben genießen. Aber ich schäme mich zu sehr für meinen Bauch. Sie sehen mich oft an und zünden mich an. Für mich ist es eher Sommer eine Tortur als alles andere.“
Body Shame wird jedoch nicht nur durch das Körpergewicht verursacht. Für Leserin Melanie R.* war die Haut die Ursache für die fiesen Hänseleien. „Als ich jung war, litt ich viel unter Akne. Und nicht nur mein Gesicht, auch mein Rücken, meine Arme, meine Brust und meine Beine waren betroffen.“
“Niemand wird dich jemals lieben”
Ein besonders hartnäckiger Irrtum über Akne ist, dass Menschen unter mangelnder Hygiene leiden. Sprüche wie „Sie putzt sich nicht“, „Wie hässlich ist das“ und sogar „Niemand wird dich je lieben“ waren an der Tagesordnung. Heute ist sie Mutter von vier Kindern, doch körperliche Scham begleitet sie noch immer. „Vor elf Jahren habe ich mich sehr geschämt, meine Hernien operieren zu lassen, und als Ergebnis hatte ich zwei Narben.“
Es war ein langer Kampf, aber jetzt hat er Frieden mit seinem Körper gefunden. „Heute habe ich sogar 19 Narben von diversen Operationen am Körper, und jetzt? Ich bin nicht gerne Supermodel, aber ich bin ein echtes Alltagsmodel und Mama!“
*Name geändert