Corona-Virus: Erneut Alarmstufe Rot im Kanton Luzern


Coronavirus

Neue Omicron-Subvariante: Alarmstufe Rot kehrt ins Luzerner Eck zurück

Erstmals seit Mitte März steigt die Inzidenzrate wieder an. Laut Gesundheits- und Sportamt ist dies aber kein Grund für zusätzliche Maßnahmen.

Auf dem Covid-19-Lagebericht des Kantons Luzern sind die roten Balken eingeprägt: Seit Anfang Monat gilt wieder die «rote Alarmstufe». Im Laufe einer Woche sind die bestätigten Fälle um mehr als 80 Prozent gestiegen. Schuld daran sei die neue Subvariante Omikron BA.5, teilte das Ministerium für Gesundheit und Sport (Dige) auf Anfrage mit. Die Mutation verursacht derzeit eine wachsende Zahl von Fällen in ganz Europa.

Seit der Bund die Sonderlage im April aufgehoben hat, sind die Kantone wieder für die Pandemiebekämpfung zuständig. Der Landesentwicklung folgend hob auch der Luzerner Regierungsrat kurz darauf die kantonale Verordnung auf. Seitdem muss Dige die epidemiologische Lage beurteilen.

Das Alarmstufenkonzept ist nicht mehr zeitgemäß

Der kantonale Lagebericht und dessen Einteilung in Alarmstufen basiert auf der Inzidenz von sieben Tagen und dem Prozentsatz der Fälle in den letzten sieben Tagen. Einige Zahlen sind seit Mitte März nicht mehr im Minus.

Laut Dige ist dies kein Grund für zusätzliche Maßnahmen: „Das Alarmkonzept geht auf den Beginn der Pandemie zurück, als die Impfung noch nicht abgeschlossen war und eine andere Variante des Virus im Umlauf war.“ Aussagekräftiger sind laut Abteilungsleiter David Dürr die Zahl der hospitalisierten Patienten und die Zahl der auf der Intensivstation beatmeten Patienten mit Covid.

Krankenhauseinweisungen vergleichbar mit letztem Sommer

Auch die Hospitalisierungen nehmen mit den Fallzahlen zu, bewegen sich aber auf niedrigem Niveau. In Luzerner Spitälern sind nach aktuellem Stand zehn Personen mit Covid-19 hospitalisiert, keiner muss beatmet werden. Damit bewegen sich die Zahlen in einer ähnlichen Bandbreite wie im vergangenen Sommer.

Steigen sie stark an, koordiniert das Amt allfällige Massnahmen mit den anderen Zentralschweizer Kantonen und dem Bund. Aber:

„Das heißt nicht, dass Unternehmen nicht schon vorher eigenständig agieren können.“

Das Kantonsspital bereitet sich auf eine mögliche nächste Welle vor: Sollte sich die Lage verschärfen, gebe es genügend Ressourcen für die Nicht-Covid- und Covid-Bereiche, wie Michael Döring, Leiter Assistance und Soziales, im Mai gegenüber Medien sagte.

Eine mögliche nächste Welle wird vorbereitet

In den Testzentren besteht kein Handlungsbedarf, denn aktuell liegen die Testzahlen nur zwischen 20 und 30 Prozent des Maximums: „Wir sehen eine Zunahme der Testzahlen, aber es besteht vorerst kein Bedarf, die Infrastruktur auszubauen “, sagt Dürr. Die Kapazität wurde reduziert, kann aber jederzeit angepasst werden.

Im Kanton Luzern nimmt die Zahl der Kronenfälle zu. Derzeit werden jedoch keine weiteren Maßnahmen ergriffen.

Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 5. Mai 2021)

Auch die Zahl der Mitarbeiter-Tracking-Kontakte wurde reduziert. Mit der Aufhebung der Isolationspflicht richtet sich das Team verstärkt auf die Zukunft aus. Dürr: „Soweit es die personellen Ressourcen zulassen, gehen wir einen Schritt zurück, dokumentieren und verbessern Prozesse.“

Um auf eine mögliche Eskalation vorbereitet zu sein, entwickelt der Kanton zudem verschiedene Impfszenarien. Beispielsweise können unterschiedliche Optionen entwickelt werden, welche Bevölkerungsgruppen geimpft werden sollen.

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