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WASHINGTON – Die Vereinigten Staaten bereiten die Impfung enger Kontaktpersonen von Menschen vor, die mit Affenpocken infiziert sind. „Im Moment erwarten wir, dass der Impfstoff so weit wie möglich an diejenigen verteilt wird, von denen wir wissen, dass sie davon profitieren werden“, sagte CDC Jennifer McQuiston.
Neben den Kontaktpersonen seien es auch Gesundheitspersonal und “Personen mit hohem Risiko für schwere Erkrankungen”. Laut CDC-Epidemiologe John Brooks haben Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder bestimmten Hauterkrankungen wie Ekzemen ein höheres Risiko.
Nach heutigem Kenntnisstand ist klar, dass Männer, die Sex mit Männern haben, sich eher anstecken. Die CDC betonte jedoch, dass sich das Infektionsrisiko nicht nur auf schwule Männer beziehe. Laut CDC verfügen die Vereinigten Staaten derzeit über etwa tausend Dosen Pocken und Pockenimpfstoff. McQuiston kündigte jedoch weitere „sehr schnelle“ Lieferungen an.
Bisher gab es in den USA eine bestätigte Infektion und mehrere Verdachtsfälle. In Europa sind bereits Dutzende Infektionen bekannt, auch in Deutschland gibt es einige bestätigte Fälle. Neben den USA liefert beispielsweise auch Großbritannien Nachschub an Impfstoffen.
Es gibt keine spezifische Behandlung für Pocken bei Affen. Eine normale Pockenimpfung ist jedoch zu 85 % präventiv. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) in Berlin wird international geklärt, inwieweit die Pockenimpfung Kontaktpersonen und Risikogruppen empfohlen werden soll.
Zu den Symptomen von Affenpocken gehören Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und ein Ausschlag, der oft im Gesicht beginnt und sich dann auf andere Körperteile ausbreitet. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb weniger Wochen.
Je nach aktuellem Ermittlungsstand ist für die Übertragung ein enger Körperkontakt erforderlich. Laut Gesundheitsbehörden ist das Risiko für die breite Öffentlichkeit durch Affenpocken äußerst gering. © afp / aerzteblatt.de