FC Luzern: Was ein Einbruchsmisserfolg gegen Schaffhausen bedeuten würde

Rund 2000 (!) Luzerner Fans kommen am Donnerstagnachmittag nach Schaffhausen. Mit Gepäck wird es viel Selbstvertrauen geben. Er gewann in einer zweiten Halbzeit, die mit 29 verdienten Punkten bemerkenswert gut war. Eigentlich zu gut für einen Sperrfeuerteilnehmer.

Doch nachdem der FCL die Vorrunde komplett „abgewickelt“ hat (elf Punkte), wie es Verteidiger Marco Burch ausdrückt, steckt man im Abstiegskampf noch in einem Schlamassel.

Alle Sperrduelle bis 2021

2021 – Sieger: SionThun – Zion 1:4, Zion – Thun 2:3

2020 – Sieger: VaduzVaduz – Thun 2:0, Thun – Vaduz 4:3

2019 – Sieger: New York – New York 0:4, New York – New York 4:5 nP

2012 – Sieger: SionSion – Aarau 3:0, Aarau – Sion 1:0

2011 – Sieger: Servette-Bellinzona – Servette 1:0, Servette – Bellinzona 3:1

2010 – Sieger: BellinzonaBellinzona – Lugano 2:1, Lugano – Bellinzona 0:0

2009 – Sieger: Luzern-Lugano – Luzern 1:0, Luzern – Lugano 5:0

2008 – Sieger: BellinzonaBellinzona – St. Gallen 3:2, St. Gallen – Bellinzona 0:2

2007 – Sieger: Aarau-Bellinzona – Aarau 1:2, Aarau – Bellinzona 3:1

2006 – Sieger: SionSion – Xamax 0:0, Xamax – Sion 0:3

2005 – Sieger: SchaffhausenSchaffhausen – Vaduz 1:1, Vaduz – Schaffhausen 0:1

2004 – Sieger: XamaxXamax – Vaduz 2:0, Vaduz – Xamax 2:1

2021 – Sieger: SionThun – Zion 1:4, Zion – Thun 2:3

2020 – Sieger: VaduzVaduz – Thun 2:0, Thun – Vaduz 4:3

2019 – Sieger: New York – New York 0:4, New York – New York 4:5 nP

2012 – Sieger: SionSion – Aarau 3:0, Aarau – Sion 1:0

2011 – Sieger: Servette-Bellinzona – Servette 1:0, Servette – Bellinzona 3:1

2010 – Sieger: BellinzonaBellinzona – Lugano 2:1, Lugano – Bellinzona 0:0

2009 – Sieger: Luzern-Lugano – Luzern 1:0, Luzern – Lugano 5:0

2008 – Sieger: BellinzonaBellinzona – St. Gallen 3:2, St. Gallen – Bellinzona 0:2

2007 – Sieger: Aarau-Bellinzona – Aarau 1:2, Aarau – Bellinzona 3:1

2006 – Sieger: SionSion – Xamax 0:0, Xamax – Sion 0:3

2005 – Sieger: SchaffhausenSchaffhausen – Vaduz 1:1, Vaduz – Schaffhausen 0:1

2004 – Sieger: XamaxXamax – Vaduz 2:0, Vaduz – Xamax 2:1

Trotz deutlich positiver Entwicklung droht der Abstieg in die Challenge League. Was, wenn jetzt die Nerven versagen? Wenn es sportlich so unglücklich läuft, dass man von außen gegen Schaffausen verliert? Das sind Fragen, die man im FCL vor der Schlucht nicht ansprechen möchte. Zumindest nicht im öffentlichen Diskurs. „Jetzt ist nicht die Zeit, darüber zu reden“, sagt Burch. Trainer Mario Frick betont: «Das Downhill-Szenario ist nicht in meinem Kopf.»

Und dennoch: Was würde ein Abstieg in die zweite Liga für den grossen, in der Zentralschweiz verwurzelten Traditionsverein bedeuten? Präsident Stefan Wolf machte gegenüber Blick zu Beginn der Rückrunde klar: «Ein Abstieg wäre ein Desaster. Das würde natürlich grosse Verluste bedeuten.»

Ein finanzieller Schock naht

Teamschmuck sowie erfahrene Profis hätten nicht mehr die gleichen Perspektiven. Spieler wie U21-Nationalmannschaftsverteidiger Marco Burch (21), Favorit und Antreiber Filip Ugrinic (23) oder Flügelstürmer Ardon Jashari (19) haben sich beim FCL enorm entwickelt. Die Zweitklassigkeit wäre ein Kracher zum Karrierestart. Oder in einigen Fällen: einfach nicht akzeptabel.

Auch finanziell musste sich der Verein großen Herausforderungen stellen. Der FCL dürfte mit deutlich geringeren Einnahmen konfrontiert werden. In der Challenge League beträgt der TV-Grundbetrag für einen Klub nur 500’000 Franken, das sind 1,3 Millionen Franken weniger als in der Super League.

Auch der Ranking-Bonus wäre bei einem sofortigen Wiederaufstieg mit nur 125’000 Franken tiefer als der Betrag, den der Achtplatzierte in der Schweizer Topliga (162’000 Franken) kassiert. Hinzu kommt der Verlust von Zuschauermagneten wie Basel, YB, St. Gallen oder dem FCZ, was sich wohl auch direkt auf den Jahresumsatz auswirken würde.

Szenarien, die den FC Luzern stark treffen würden, aber es ist verständlich, dass man sich vor dem Barrage nicht verrückt machen möchte. Trainer Frick sagt: «In diesen beiden Duellen ist die Chance grösser als die Gefahr. Und deshalb ist es wichtig, dass wir positiv in die Spiele gehen.»

Übrigens: Als der FCL im Juni 2009 zum letzten Mal in die Schlucht musste, vermied der Klub ein Desaster. Nach einer 0:1-Hinspielniederlage gegen Lugano gab es einen 5:0-Heimsieg, letztmals auf der altehrwürdigen Allmend.

Die möglichen Ausrichtungen für den ersten Schenkel des Damms

Beginn um 18 Uhr. Wefox-Arena, Schaffhausen. 8200 Fans (ausverkauft).

Schaffhausen: Ruberto; Krasniqi, S. Müller, Padula, Lika; Hamdiu; Bislimi, González; Gjorgjev, Ardaiz, Rodríguez.

Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Frydek; jashari; Schulz, Campo, Ugrinisch; Sorgić, Abubakar.

Beginn um 18 Uhr. Wefox-Arena, Schaffhausen. 8200 Fans (ausverkauft).

Schaffhausen: Ruberto; Krasniqi, S. Müller, Padula, Lika; Hamdiu; Bislimi, González; Gjorgjev, Ardaiz, Rodríguez.

Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Frydek; jashari; Schulz, Campo, Ugrinisch; Sorgić, Abubakar.

Superliga Credit Suisse

Ausrüstung

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0

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4

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10

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