“China behindert Fortschritt”
Das Rätsel um den Ursprung von Corona ist noch nicht gelöst
Ein internationales Team von Wissenschaftlern untersucht derzeit den Ursprung des Coronavirus. Doch um das Rätsel zu lösen, bedarf es weiterer Daten aus China, die aber bis heute fehlen.
Veröffentlichung: 14:13 Uhr
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Aktualisiert: 14:17 Uhr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein internationales Team von Wissenschaftlern zusammengestellt, um dem Ursprung des Coronavirus auf den Grund zu gehen. Das Team veröffentlichte am Donnerstag einen ersten Bericht. Infolgedessen trugen Fledermäuse wahrscheinlich einen Vorläufer des Virus. Es soll sich später auf ein anderes Säugetier ausgebreitet haben, das später auf einem Wildtiermarkt verkauft wurde.
Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Das Problem: Es fehlen noch chinesische Daten, um festzustellen, wie sich das Virus auf den Menschen ausbreitet. „Der Mangel an politischer Zusammenarbeit mit China behindert weiterhin jeden nennenswerten Fortschritt“, sagte Lawrence Gostin, 72, der das O’Neill Institute for National and Global Health Law an der University of New York Times leitet, gegenüber der New York Times in Georgetown.
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Es gibt keine Hinweise auf eine Laborleckage
Der jüngste Bericht von Wissenschaftlern scheint sich ausschließlich auf veröffentlichte und von Experten begutachtete Studien zu konzentrieren. Denn das WHO-Team darf weder in China noch sonst wo ermitteln.
Eine Untersuchung vor Ort wäre ohnehin schwierig gewesen. Denn die mit der Pandemie verbundenen Märkte wurden von der örtlichen Polizei sofort geschlossen und desinfiziert, nachdem sich die ersten Erkrankten gemeldet hatten. Zudem sollen später Millionen Tiere getötet worden sein.
Virus-Mischung
Immerhin sind trotz der Schwierigkeiten einige Informationen aus China durchgesickert. Letzte Woche veröffentlichten chinesische Forscher eine Studie über Marderhunde und Fledermäuse, die im Januar 2020 in der Region Wuhan gesammelt wurden.
Forscher fanden bei 15 Marderhunden eine neue Art von Kronenvirus. In 334 Fledermäusen fanden die Forscher außerdem eine Mischung aus Coronaviren, von denen einige mit dem Virus verwandt sind, das die Pandemie verursacht hat. Laut Wissenschaftlern ist diese Stichprobe jedoch nicht groß genug, um irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen. (BH)
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