Neue Kronen-Variante: Biontech-Chef beruhigt, bemängelt mangelnde Strategie

Neue Crown-Variante BA.5

Biontechs Kopf beruhigt sich

Biontech-Chef Ugur Sahin kritisiert das “Fehlen einer international abgestimmten Strategie” angesichts der grassierenden omicron BA.5-Subvariante des Kronenvirus und für die Herbst-Impfkampagne.

Veröffentlichung: 06:25 Uhr

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Aktualisiert: vor 19 Minuten

In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe) kritisierte der Chef des deutschen Impfstoffherstellers Biontech, dass es für die Herbst-Impfkampagne keine „international abgestimmte Strategie“ gebe.

„Wir müssen frühzeitig wissen, an welche Variante, zum Beispiel BA.2 oder BA.4/5, wir die Kronen-Impfstoffe anpassen und für die nächste Infektionssaison produzieren sollen“, sagt Ugur Sahin. Die Behörden könnten sich auf gut etablierte Mechanismen für andere Krankheiten konzentrieren.

“Es gibt ein etabliertes System, das wir für die Anpassung von Grippeimpfstoffen kennen.” Grundsätzlich seien beim grippeähnlichen Kronenvirus immer wieder Auffrischimpfungen mit modifizierten Impfstoffen nötig, sagt Sahin.

Die BA.5-Variante schlägt in Afrika keine großen Wellen

Allerdings mehren sich die Warnungen vor einer Zunahme der Zahl der Kroneninfektionen, gerade wegen der neuen BA.5-Subvariante des Kronenvirus. Hier macht Sahin jedoch deutlich. „In Afrika hat man gesehen, dass die BA.5-Welle nicht die Dynamik entwickelt hat, die bei der ursprünglichen Omicron-Variante vorhanden war.“

Der Chef von Biontech sieht auch die mRNA-Technologie, die in Kronen-Impfstoffen gezeigt wurde, als “eine der idealen pharmazeutischen Technologien für die Onkologie”. Biontech hat etwa 20 Onkologieprogramme in der Entwicklung. „Unser Ziel ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren die ersten Produkte zur Krebstherapie auf den Markt zu bringen.“ (SDA / euro)

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